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Die Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Wärmepumpe erfreut sich in Österreich weiterhin wachsender Beliebtheit. 2018 wurden insgesamt 84.000 Wärmepumpen verkauft – das ist ein Plus von 7,7 % im Vergleich zum Vorjahr. 60.500 davon – also fast 77 % – waren Luft-Wasser-Wärmepumpen. Warum das so ist und was Sie sonst noch über die Luft-Wasser-Wärmepumpe wissen müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag:

Wie funktioniert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

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Video: Die Wärmepumpe aroTHERM - wie funktioniert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Heizungswärme aus der Umgebungsluft gewinnen – das hört sich doch nach einer tollen Idee an. Aber wie funktioniert das eigentlich? Und wie kann die Wärmepumpe im Winter mit kalter Luft die Wohnung wohlig-warm beheizen? Auch wenn es zunächst schwer zu glauben ist: Es funktioniert tatsächlich – selbst wenn draußen eisige Temperaturen von Minus 20° Celsius herrschen – die Luft-Wasser-Wärmepumpe arbeitet auch dann zuverlässig.

Und das funktioniert so: Über einen Ventilator wird die Außenluft in die Wärmepumpe gesaugt. In der Wärmepumpe zirkuliert ein sogenanntes Kältemittel, dass deutlich kälter ist als die aufgenommene Außenluft. Diese erwärmt nun das Kältemittel und bringt es zum Verdampfen. Der Dampf wird nun im sogenannten Verdichter“ komprimiert. Hierbei entsteht Wärme, wodurch das Haus und die Wohnung auf Temperatur gebracht werden.

Das Ganze funktioniert aber auch andersrum, also so ähnlich wie ein Kühlschrank. Deshalb können Sie mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe im Sommer Ihre Räume auch kühlen. Dann nimmt die Wärmepumpe statt der Außenluft die warme Luft in den Räumen auf und führt sie nach draußen ab.

Planung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Abbildung 1: Planung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Wenn sie gerade den Bau eines neuen Hauses planen, dann sollten Sie unbedingt darüber nachdenken, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Ihr Heizungssystem zu integrieren. So können Sie von Anfang an in Ihrem neuen Heim umweltfreundlich und günstig heizen.

Aber nicht nur für einen Neubau ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe geeignet. Auch ein Altbau lässt sich in der Regel recht einfach mit einer Wärmepumpe ausstatten.

Aber egal ob Alt- oder Neubau: Die Luft-Wasser-Wärmepumpe rentiert sich am meisten, wenn das Haus gut isoliert ist. Dann verbraucht die Pumpe bei der Arbeit weniger Strom, um das Haus oder die Wohnung auf Temperatur zu bringen. Beim Einbau der Luft-Wasser-Wärmepumpe müssen Sie weniger behördliche Genehmigungen einholen, im Vergleich zu einer Erdwärmepumpe. Auf jeden Fall jedoch sollten Sie ein wenig Platz für die Aufstellung der Wärmepumpe bereitstellen.

Aufstellung der Luft-Wasser-Wärmepumpe

Abbildung 2: Aufstellung der Luft-Wasser-Wärmepumpe

Hier haben Sie zwei Möglichkeiten: Zum einen die Außenaufstellung, die unkomplizierter ist, aber aufgrund der Geräuschentwicklung für die Nachbarn problematisch sein könnte; oder die Innenaufstellung, bei der Sie Rohre durch die Außenwand führen müssen, damit die Luft aufgenommen werden kann.


Zur Wärmepumpen Soundbox

Vor- und Nachteile einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Luft-Wasser-Wärmepumpe auf der Hand: Zum einen sparen Sie Energiekosten, denn für den Betrieb der Wärmepumpe benötigen Sie nur ein wenig Strom. Zum anderen schonen Sie die Umwelt, denn beim Betrieb der Wärmepumpe fallen keine Emissionen an. Wärmepumpen sind außerdem langlebig, benötigen wenig Wartung und nehmen – im Gegensatz zu einem Öltank – kaum Platz in Anspruch.


Vergleicht man die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit der Sole-Wasser-Wärmepumpe und der Wasser-Wasser-Wärmepumpe, so ergeben sich einige Vorteile gegenüber diesen sogenannten erdgekoppelten Systemen:

  • Die Luft-Wasser-Wärmepumpe ist in der Anschaffung günstiger
  • Behördliche Genehmigungen sind kaum notwendig
  • Kostspielige Erdarbeiten entfallen


Aber natürlich gibt es auch Nachteile, die wir hier nicht verschweigen wollen:

  • Je niedriger die Außentemperatur, desto mehr Strom wird für die Erzeugung der Heizungswärme benötigt. Bei den erdgekoppelten Systemen bleibt der benötigte Strom konstant, da Erd- und Grundwasserwärme keinen großen Schwankungen unterliegen.
  • Die Luft-Wasser-Wärmepumpe verursacht einen gewissen Geräuschpegel beim Betrieb.
    Aber keine Sorge: Die Luft-Wasser-Wärmepumpen von Vaillant für den Außenbereich sind schon auf 3 Meter Entfernung genauso leise wie ein Kühlschrank.

Kosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Abbildung 3: Kosten einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Wie bereits bei den Vorteilen erwähnt, ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe sowohl in der Anschaffung als auch in der Installation günstiger als andere Wärmepumpenarten.

Im laufenden Betrieb fallen dann lediglich Stromkosten an. Diese sind im Winter am höchsten, weil in dieser Zeit die Heizung permanent im Betrieb ist.

Der Stromverbrauch steigt zudem mit sinkender Außentemperatur. Zu guter Letzt seien noch die Wartungskosten erwähnt, die aber aufgrund des geringen Aufwands sehr niedrig ausfallen.

Förderung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Abbildung 4: Förderung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Da Luft-Wasser-Wärmepumpen umweltschonend und emissionsfrei arbeiten, wird der Einbau sowohl von den Bundesländern als auch vom Bund finanziell gefördert.

Bei den Länder handelt es sich dabei um einmalige Zuschüsse von bis zu 6.000 €; beim Bund und der Stadt Wien können Sie eine prozentuale Beteiligung an den Einbaukosten beantragen.

Außerdem können Sie Förderprogramme der Energieunternehmen nutzen; hier gibt es immerhin noch zwischen 120 € und 750 € zu holen.

Sie brauchen Hilfe beim Ausfüllen Ihres Förderantrages - wir unterstützen Sie gerne.

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe sinnvoll kombinieren

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe als einzige Heizquelle ist in der Regel nur bei sehr gut isolierten Niedrigenergiehäusern möglich. Ob Ihr Haus diesen Kriterien entspricht, kann Ihnen Ihr Vaillant-Experte sagen.

Gas- oder Öl-Heizung

Falls das nicht der Fall sein sollte, so können Sie aber die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einer Gas- oder Öl-Heizung kombinieren. So würde immerhin ein großer Teil der Heizenergie von der günstigen und umweltschonenden Wärmepumpe kommen und der Rest von der konventionellen Heizung.

Photovoltaik

Da die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Strom betrieben wird, ist zudem die Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage, die Strom aus der Sonnenenergie erzeugt, geradezu ideal. Dann würde Ihre Wärmepumpe nicht nur emissionsfrei heizen, sondern auch mit emissionsfreier Energie betrieben – ein Segen für die Umwelt!

Solarthermie

Ebenfalls zu empfehlen ist die Kombination mit einer Solarthermie. Im Gegensatz zur Photovoltaik-Anlage wandelt diese die Sonnenenergie in Wärme statt in Strom um. Mit dieser Kombination verbrauchen Sie daher noch weniger Energie aus fossilen Brennstoffen.

Pufferspeicher

Kombiniert mit einem Pufferspeicher kann die Luft-Wasser-Wärmepumpe effizienter arbeiten, denn so kann zum Beispiel die am (wärmeren) Tag erzeugte Energie gespeichert werden und in der (kälteren) Nacht genutzt werden.

Die Wartung einer Luft-Wasser-Wärmepumpe

Wenn Sie sich schon vorab über Wärmepumpen informiert haben, dann haben Sie vielleicht auch gehört, dass Luft-Wasser-Wärmepumpen relativ wartungsarm sind. Dadurch halten sich die Wartungskosten und der damit verbundene Aufwand in Grenzen.

Da beim Ansaugen der Umgebungsluft auch Fremdpartikel in die Anlage gelangen können, sollte der Verdampfer bei der Wartung geprüft und gereinigt werden. Wenn Sie lange Freude an Ihrer Wärmepumpe haben wollen, dann sollten Sie die Wartung nicht selbst in die Hand nehmen, sondern einmal im Jahr von einem Heizungsfachmann durchführen lassen.

Vaillant Luft-Wärmepumpen und Systemlösungen auf einen Blick

Sie möchten sich näher über unsere Luft-Wasser Wärmepumpen informieren? Für mehr Informationen zu den einzelnen Produkten folgen Sie dem jeweiligen Link oder informieren Sie sich bei einem unserer ausgewählten Vaillant Fachhandwerker.

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