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Wohnraumlüftung -

frische Luft, ohne die Fenster zu öffnen

  • immer saubere, frische und pollenfreie Luft
  • verbesserte Raumluft und Lebensqualität
  • in Neubau und Altbau einsetzbar

Frische Luft ist wichtig für die Gesundheit und körperliche sowie geistige Leistungsfähigkeit. Dennoch vergessen wir oftmals auf die regelmäßige Lüftung unserer eigenen vier Wände. Eine kontrollierte Wohnraumlüftung kann hierbei Abhilfe schaffen: Sie sorgt für saubere Luft und ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sauerstoff, Feuchtigkeit und Temperatur im Wohnraum. Eine Wohnraumlüftung tut aber nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem Zuhause gut: denn die regelmäßige Belüftung sorgt dafür, dass die Mauern atmen können und Schimmelbildung vorgebeugt wird. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche unterschiedlichen Arten von Lüftungsanlagen es gibt, welche Vor- und Nachteile diese haben und welche Kosten für eine Wohnraumlüftung anfallen.


Inhaltsverzeichnis

Funktionsweise einer Wohnraumlüftung

Arten von Wohnraumlüftungen

Vor- und Nachteile einer Wohnraumlüftung

Kosten einer Wohnraumlüftung


Wie funktioniert eine Wohnraumlüftung?

Die Funktionsweise einer Wohnraumlüftung ist einfach und schnell erklärt: Wie bei der normalen Fensterlüftung wird mithilfe einer kontrollierten Wohnraumlüftung die verbrauchte Luft im Innenraum durch Frischluft von außen ersetzt. Bei der Fensterlüftung findet der Luftaustausch hauptsächlich durch Wind und Luftzug, Druckunterschieden zwischen Innen- und Außenbereich sowie thermischen Auftrieb (warme Luft steigt auf) statt. Dies reicht aber oftmals nicht aus, um den nötigen Feuchteschutz zu gewähren und somit Schimmelbildung vorzubeugen.

Bei der Wohnraumlüftung hingegen findet der Luftaustausch kontrolliert statt: Mithilfe von Ventilatoren wird die verbrauchte Luft im Innenraum angesaugt und nach Außen abtransportiert. Gleichzeitig wird frische Luft aus dem Außenbereich angesogen und in die Wohnräume geleitet. Somit sorgt eine kontrollierte Wohnraumlüftung stets für das optimale Wohlfühlklima in Ihrem Zuhause und sichert gleichzeitig den nötigen Feuchteschutz.

Ein Großteil der Wohnraumlüftungen sind außerdem mit einem Wärmetauscher ausgestattet, welche verhindert, dass die in der verbrauchten Raumluft gespeicherte Wärme beim Abtransport nach Außen verloren geht und durch kalte Luft ersetzt wird. Stattdessen wird die Wärmeenergie der Abluft durch den Wärmetauscher gespeichert und auf die Zuluft übertragen. So kann bis zu 98% der Wärmeenergie zurückgewonnen und – im Vergleich zu herkömmlichen Fensterlüften - 20 bis 30% der Heizenergie eingespart werden. Im Sommer wird der Wärmetauschen ganz einfach mit dem sogenannten Sommerbypass umgangen: dieser leitet die frische und kühle Luft von außen am Wärmetauscher vorbei und sorgt so für das optimale Klima, ohne die Fenster öffnen zu müssen.

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Welche Arten einer Wohnraumlüftung gibt es? 

Bei kontrollierten Wohnraumlüftungen wird in der Regel zwischen zentralen und dezentralen Wohnraumlüftungen unterschieden. Welche der beiden Arten sich am besten für Ihr Zuhause eignet hängt von mehreren Faktoren ab: Soll die Wohnraumlüftung in einem Neubau oder Altbau installiert werden? Wie groß ist das Gebäude und wie viele Zimmer sollen belüftet werden? Was sind Ihre individuellen Wünsche und Ihr Budget?

Zentrale Wohnraumlüftung

Bei einer zentralen Lüftungsanlage ist lediglich ein Gerät notwendig, welches alle Räume mit frischer Luft versorgt. Dafür sind einige bauliche Maßnahmen notwendig: Neben einem leistungsstarken Ventilator muss auch ein Netz von Lüftungskanälen verlegt werden. Dies sollte bereits in der Bauplanungsphase berücksichtig werden, damit die Rohre in das Mauerwerk integriert werden können und so möglichst unsichtbar bleiben.

Auch bei einer zentralen Wohnraumlüftung unterscheidet man zwei Varianten: bei der kostengünstigeren Variante ist lediglich ein Abluftsystem vorhanden und Frischluft muss über Fenster und Türen ins Haus gebracht werden. Die meisten neuen Geräte verfügen jedoch bereits über ein Zu- und Abluftsystem. Dabei wird die frische Luft aktiv von außen angesaugt und die verbrauchte Luft auf der anderen Seite wieder abgeführt. Da bei einer zentralen Wohnraumlüftung bauliche Maßnahmen berücksichtigt werden müssen, eignet sie sich vor allem im Neubau. Aber auch im Altbau ist die Installation in einer abgehängten Decke möglich.

Dezentrale Wohnraumlüftung

Der größte Unterschied zwischen einer zentralen und dezentralen Wohnraumlüftung ist die Anzahl der benötigten Geräte: Bei einer zentralen Wohnraumlüftung belüftet nur ein Gerät Ihr gesamtes Zuhause, während bei der dezentralen Wohnraumlüftung jeder einzelne Raum mit einem eigenen Lüftungsgerät ausgestattet wird. Somit kann gezielt in jenen Räumen eine Anlage installiert werden, in denen sie auch wirklich gebraucht wird. Zusätzlich müssen bei dieser Form der Belüftung keine Lüftungskanäle verlegt werden. Stattdessen wird die Wohnraumlüftung direkt an der Außenwand installiert und an das Stromnetz angeschlossen. Daher ist lediglich eine einfach Wandbohrung anstatt größerer baulicher Maßnahmen von Nöten. Dank des einfachen Einbaus, der dezenten Optik und dem geringen Platzverbrauch sind dezentrale Wohnraumlüftungen ideal für die Sanierung von Altbauten und Nachrüstung im Neubau geeignet. Auch wie bei der zentralen Lüftungsanlage, gibt es bei der dezentralen Variante eine reine Abluftanlage oder eine kombinierte Version mit Zu- und Abluftsystem.

Vorteile und Nachteile einer Wohnraumlüftung

Wie alles im Leben hat auch eine Wohnraumlüftung ihre Vor- und Nachteile. Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir Ihnen die wichtigsten Vor- und Nachteile zusammengefasst:

Frische, gesunde Luft

Wohnraumlüftungen transportieren Schadstoffe, wie CO2, sowie unangenehme Gerüche aus dem Haus ab. Die frische Zuluft wird durch spezielle Filter geleitet und somit von Pollen, Schmutz und Feinstaub gereinigt.

Feuchteschutz

Durch den kontinuierlichen Luftaustausch wird das Wasser in der Luft nach Außen transportiert, wodurch Schimmelbildung und Feuchtigkeitsschäden vorgebeugt werden. 

Reduzierte Heizkosten

Dank des Wärmetauschers wird die in der verbrauchten Luft gespeicherte Wärme auf die zugeführte, frische Luft übertragen, wodurch diese nicht zusätzlich aufgeheizt werden muss.

Kühlung im Sommer

Im Sommer leitet die Wohnraumlüftung die kühle Außenluft in der Nacht in den Wohnraum und ersetzt die erwärmte und verbrauchte Luft.

Leiser Betrieb

Wohnraumlüftungen arbeiten sehr leise und es kann im Gegensatz zur Fensterlüftung kein Straßenlärm in Ihr Zuhause eindringen.

Nachteilig an der Wohnraumlüftung ist der damit verbundene Kostenaufwand: Zusätzlich zu den Anschaffungs- und Installationskosten fallen auch Wartungs- sowie Betriebskosten an. Auch der Wartungsaufwand darf nicht außer Acht gelassen werden, da jährlich der Filter der Wohnraumlüftung durch den Hausbesitzer oder die Hausbesitzerin ausgewechselt werden sollte und das Lüftungssystem alle zwei Jahre von einem Fachhandwerker überprüft werden sollte. Ist Ihre Wohnraumlüftung mit einem Wärmetauscher aber keinen Sommerbypass ausgerüstet, sollte dieser unbedingt nachgerüstet werden, da ansonsten auch im Sommer die zugeführte Frischluft erwärmt wird.

Kosten einer Wohnraumlüftung

Die Kosten einer Wohnraumlüftung sind von zahlreichen Faktoren abhängig und somit nur sehr schwer zu benennen. Dennoch möchten wir Ihnen einen ungefähren Richtwert für die Anschaffungskosten einer Wohnraumlüftung geben:

Grundsätzlich wird bei einem Neubau empfohlen ungefähr 2,5% der gesamten Bausumme für eine zentrale Wohnraumlüftungen einzuplanen. Bei einem Neubau mit Bausumme 400.000€ würden somit circa 10.000€ für die zentrale Wohnraumlüftung anfallen. Ausschlaggebend für die Kosten einer dezentralen Lüftungsanlage sind die Anzahl der Räume, die belüftet werden sollen. Pro Lüftungsgerät sollten Sie mit circa 500€ bis 1.000€ Gerät rechnen. Für fünf Zimmer würde die dezentrale Lüftungsanlage somit ungefähr 2.500€ bis 5.000€ (ohne Installation) kosten.

Diese Richtwerte können sich je nach Ihren individuellen Wünschen und den räumlichen Begebenheiten in Ihrem Zuhause vergrößern oder verkleinern. Denn Faktoren, wie die Größe des Gebäudes oder ob größere bauliche Maßnahmen nötig sind, haben einen erheblichen Einfluss auf die Anschaffungskosten. Daher ist es empfehlenswert sich direkt von einem Fachhandwerker beraten zu lassen. Dieser erstellt dann – passend zu Ihren Bedürfnissen - ein detailliertes Angebot mit Kostenvoranschlag. Zusätzliche sollten Sie sich über die Förderungsmaßnahmen von Wohnraumlüftungen in Ihrem Bundesland informieren.