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Die Kosten einer Wärmepumpe

Wenn Sie den Kauf einer Wärmepumpe in Erwägung ziehen und nach weiteren Informationen zu den anfallenden Kosten suchen, dann sind Sie hier bei uns richtig. Wir geben Ihnen einen umfassenden Überblick:

Allgemeine Informationen zur Funktionsweise der Wärmepumpe finden Sie hier.


In diesem Artikel erklären wir anhand von drei Praxisbeispielen die einzelnen Kostenpunkte, die bei der Anschaffung einer Wärmepumpe anfallen. Unsere Fälle basieren auf Einfamilienhäusern mit 120 m² Wohnflächen und vier im Haushalt lebenden Personen.


Beispiel A: Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Fußbodenheizung in einem Neubau.

Beispiel B: Erdwärmepumpe mit Erdwärmesonde, Kühlfunktion und Fußbodenheizung in einem Neubau.

Beispiel C: Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Radiatoren in einem Altbau.

Anschaffungskosten einer Wärmepumpe

Hier müssen Sie mehrere Aufwandspositionen berücksichtigen: Einerseits die Gesamtkosten der Wärmepumpe selbst, sowie die Kosten für die Installation. Letzteres hängt vom gewählten Wärmepumpentyp ab.

Zahlereiche Förderungsprogramme machen die Anschaffung einer Wärmepumpe leistbar, weshlab es sich lohnt sich frühszeitig über mögliche Förderungen zu informieren.

Generell kann eine grobe Preisschätzung für ein durchschnittliches Wohngebäude in folgende Preisklassen gemacht werden:

Luft-Wasser-Wärmepumpe: 4.000 bis 14.000 €

Sole-Wasser-Wärmepumpe: 5.200 € bis 12.000 €

Wasser-Wasser-Wärmepumpe: 9.000 € und 12.000 €

Die tatsächlichen Preise für Wärmepumpen sind abhängig von der Betriebsweise (Luft, Wasser oder Geothermie) sowie dem gewählten Modell.

Das Luft-Wasser-Wärmepumpenmodell aroTHERM Split 5 kW mit uniTOWER-System eignet sich gut für das Beispiel A wobei man mit einem Preis von rund 9.000 € rechnen kann.

Beispiel B lässt sich am besten mit der Sole-Wasser-Wärmepumpe flexoCOMPACT 5 kW rechnen, deren Anschaffungspreis rund 11.000 € beträgt.

Für den modernisierten Altbau in Beispiel C ist die aroTHERM plus 12 kW mit uniTOWER-System eine geeignete Luft-Wasser-Wärmepumpe, die rund 13.500 € kostet.

Installations- und Errichtungskosten einer Wärmepumpe

Aufgrund der unterschiedlichen Quellen, aus denen Wärmepumpen ihre Wärmeenergie beziehen und in Heizenergie umwandelt, unterscheidet sich auch die Aufstellung der einzelnen Wärmepumpentypen. Bei allen Methoden wird ein Innengerät benötigt, das normalerweise im Heizungsraum platziert wird. Je nachdem, aus welcher Quelle die Wärme entzogen werden soll, befindet sich im Außenbereich ein Flächenkollektor, oder eine Tiefenbohrung bei Grundwasser- oder Solewärmepumpen, bzw. eine Verdampfereinheit bei Luftwärmepumpen. Um die Einheiten anzuschließen, muss eine Öffnung durch die Wand gemacht werden. Mehr Informationen zur Innenaufstellung einer Wärmepumpe.

Die Installationskosten für unsere drei Beispiele sind mit je ca. 2.500 € im Wesentlichen gleich.

Die Wasser-Wasser-Wärmepumpe

Um das Grundwasser als Energiequelle für die Wasser-Wärmepumpenanlage nutzen zu können, benötigen Sie auf Ihrem Grundstück zwei Grundwasserbrunnen. Das Außengerät besteht bei diesem System im Wesentlichen aus einer Pumpe, die das Grundwasser aus dem sogenannten Saugbrunnen in das System befördert. Nachdem dem Wasser die Wärme entzogen wurde, wird es durch einen zweiten Brunnen, den Absorptionsbrunnen, zurückgeführt.

Die Erdwärmepumpe

Es stehen zwei Optionen zur Auswahl: Entweder wird eine Erdwärmesonde in ein entsprechend langes Sondenrohr in ein vorgebohrtes Loch gesteckt, das mindestens 15 Meter lang ist, um ausreichend Wärme aufzunehmen, aber je nach Wärmebedarf auch tiefer liegen kann, oder Sie installieren Flächenkollektoren in einer Tiefe von etwa 1,50 Metern. Als Faustregel gilt: Installieren Sie die Kollektoren auf einer Fläche, die doppelt so groß ist wie die zu beheizende Fläche.

Die Luftwärmepumpe

Das Luft-Wasser-Wärmepumpensystem besteht aus einem Innengerät, das sich normalerweise im Heizungsraum befindet, und einem Außengerät. Diese wird im Hof ​​mit einem Mindestabstand von 3 Metern zum Nachbarhaus aufgestellt. Durch die Nutzung von Umgebungsluft als Wärmequelle sind keine behördlichen Genehmigungen und keine Tiefbohr- und Aushubarbeiten erforderlich.

Rechnungsbeispiele

Unsere beiden Beispielobjekte A und C verfügen über Luft-Wasser-Wärmepumpen und somit fallen keine weiteren Errichtungskosten an.

Für Grundstück B müssen Sie ein Loch für die Erdwärmesonde bohren lassen, dies Kostet ca. 6.000 € für die erforderliche Heizleistung von 5 kW.

Alternativ können Sie auch eine Erdwärmepumpe mit Flächenkollektoren installieren. Dazu müssen Sie eine ausreichend große Fläche bis zu einer Tiefe von ca. 1,50 m ausheben lassen. Die Aushubarbeiten kosten rund 6.000 €.

Für die Wasser-Wasser-Wärmepumpe benötigen Sie einen Saug- und einen Absorptionsbrunnen. Dies kostet Sie etwa 10.000 €.

Durchschnittliche Betriebskosten

Egal für welchen Wärmepumpentyp Sie sich entscheiden, sie alle benötigen Strom. Da die Luft/Wasser-Wärmepumpe nicht ganz so effizient ist wie die beiden anderen Typen, sind auch die Stromkosten für diese Anlagenart etwas höher. Für unsere Beispiele bedeutet dies:

Liegenschaft A, die Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 5 kW Leistung, verbraucht ca. 60 € monatlich Strom. Bei Objekt C erhöhen sich die Kosten aufgrund der höheren Leistung von 12 kW auf rund 120 € pro Monat. Die geringsten Stromkosten von rund 50 Euro pro Monat fallen bei der Erdwärmepumpe aus Grundstück B an.

Wie hoch die jährlichen Kosten für den Betriebsstrom sein werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dennoch ist es auf jeden Fall empfehlenswert, die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage zu kombinieren, denn je mehr Strom Sie für den Betrieb der Wärmepumpe selbst produzieren, desto weniger müssen Sie kaufen.

Folgende Faktoren wirken sich auf die Betriebskosten aus

Der wichtigste Faktor ist der Strompreis, der von Region zu Region und von Lieferant zu Lieferant unterschiedlich ist.

Auch der Wärmeschutz spielt eine Rolle: Je mehr Wärme aus einem schlecht gedämmten Haus entweicht, desto mehr muss die Wärmepumpe produzieren. Deshalb sind die laufenden Kosten bei einem gut gedämmten Neubau geringer als bei einem schlecht gedämmten Altbau.

Sie müssen auch die klimatischen Bedingungen berücksichtigen. In Regionen, in denen es im Winter kälter wird, müssen Sie mehr heizen und benötigen daher auch mehr Strom. Und nicht zuletzt kommt die Größe des Hauses bzw. der Wohnung ins Spiel: Um ein Haus mit 150 m² zu heizen, benötigen Sie mehr Strom als für eine 60 m² große Wohnung.

Kühlung mit Fußbodenheizung - die ideale Ergänzung

In Kombination mit einer Wasser- oder Erdwärmepumpe können Sie mit einer Fußbodenheizung passive Kühlung erzeugen. Während dieses Vorgangs nimmt das durch die Rohre des Heizsystems zirkulierende Wasser die Wärme aus dem Raum auf und leitet sie über die Wärmepumpe nach außen ab.

Aktive Kühlung, die auch mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpe möglich ist, nutzt den Kältemittelkreislauf der Wärmepumpe zur Kühlung. Aktive Kühlung ist daher auch effizienter.

Für die Kühlung mit Wärmepumpe und Fußbodenheizung fallen – abgesehen von den Stromkosten für den Betrieb der Wärmepumpe – keine zusätzlichen Kosten an.

Benötigen Sie weitere Informationen zum Kühlen mit einer Wärmepumpe? Hier erfahren Sie mehr.

Wartungskosten einer Wärmepumpe

Im Allgemeinen benötigen Wärmepumpen nicht viel Wartung. Es genügt, einmal im Jahr von einem Fachmann prüfen zu lassen, ob noch alles in Ordnung ist. Entsprechend niedrig sind auch die Wartungskosten, die für alle drei Praxisbeispiele durchschnittlich 150 € pro Jahr betragen.

Investitionskosten vs. Effizienz der Wärmepumpe

Wer überlegt, in eine Wärmepumpe zu investieren, muss sich die Frage stellen: Lohnt sich das? In Bezug auf die Umwelt lautet die Antwort eindeutig Ja, denn die Wärmepumpe verursacht im Vergleich zu fossilen Brennstoffen deutlich weniger umweltschädliche Emissionen. Aber wie sieht es auf der finanziellen Seite aus? Schließlich ist die Wärmepumpe definitiv eine große Investition. Hier kommt die jährliche Betriebsleistungszahl ins Spiel. Diese gibt an, wie effizient eine Wärmepumpe arbeitet. Sie wird aus dem Verhältnis der zugeführten Energie - etwa dem elektrischen Strom - und der erzeugten Heizenergie über ein Jahr ermittelt.

Hier ein Beispiel: Eine Wärmepumpe mit 12 kW Leistung verbraucht 3 kW Strom und erzeugt 9 kW Umweltwärme. Dividiert man nun die Gesamtleistung von 12 kW durch den verbrauchten Strom (in unserem Fall 3 kW), ergibt sich 4 als Jahresarbeitszahl. Dies bedeutet, beim Einsatz von 1kWh Strom erzeugen Sie mit Ihrer Wärmepumpe 4kWh Wärmeenergie.