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Die Außenaufstellung einer Wärmepumpe im Überblick

Bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe haben Sie die Wahl, ob Sie diese im Haus oder außerhalb des Hauses aufstellen. Diese Entscheidung wird meistens von den Gegebenheiten des Gebäudes – also zum Beispiel die Grundstückgröße – beeinflusst. Es gibt aber auch sogenannte Split-Wärmepumpen, bei der eine Einheit außen und eine innen aufgestellt wird. Die Außeneinheit nimmt die Umgebungsluft auf, erwärmt sie und gibt sie dann an die Inneneinheit ab. Hier wird dann das Wasser für den Heizbetrieb auf Temperatur gebracht. In diesem Beitrag erfahren Sie alles, was Sie über die Außenaufstellung der Wärmepumpe wissen müssen. Informationen zur Innenaufstellung finden Sie in diesem Beitrag.

Positionierung einer Wärmepumpe im Außenbereich

Wie in der Einleitung bereits erwähnt: Oft sind es bauliche Kriterien, die den Ausschlag darüber geben, ob eine Luft-Wasser-Wärmepumpe außen oder innen aufgestellt werden soll. Die Außenaufstellung bietet sich dann an, wenn im Haus kein passender Raum (zum Beispiel im Keller) zur Verfügung steht. Außerdem ist die Außenaufstellung bei der nachträglichen Ausrüstung eines Altbaus die beliebtere Variante, weil die Montage so leichter ist und der Monoblock der Wärmepumpe – der ja eine gewisse Größe und Gewicht hat – nicht über unter Umständen verwinkelte Treppen ins Haus gebracht werden muss.

Aber natürlich müssen Sie bei der Außenaufstellung nicht nur entsprechenden Platz (etwa 2 x 2 Meter) auf Ihrem Grundstück haben, sondern auch eine geeignete Stelle für die Positionierung finden. Hier spielen auch die Nähe zum eigenen Haus als auch zu benachbarten Gebäuden eine Rolle. Und auch die Optik ist ein Kriterium: Nicht jedem gefällt es, ein technisches Großgerät im Garten stehen zu haben – daher sind wenig frequentierte Bereich der Außenanlage beliebte Plätze, um das Außengerät der Wärmepumpe zu „verstecken“.

Die technischen Anforderungen bei der Außenaufstellung von Wärmepumpen

Eine außen aufgestellte Wärmepumpe arbeitet selbst bei minus 20 Grad Außentemperatur noch effizient; die kalte Luft macht dem Gerät dabei nichts aus. Zudem sind außenaufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpen besonders gut gegen witterungsbedingte Einflüsse geschützt. Aus technischer Sicht ist eine Positionierung mit möglichst geringem Abstand zur Hauswand ideal. Dadurch halten Sie die Leitungen kurz, was sich nicht nur bei der Montage als günstig erweist, sondern auch bei der Effizienz. Denn je länger die Leitung, desto mehr Wärme geht auf dem Weg bis zum Wärmespeicher verloren. Eher ungünstig ist ein Standort in der Nähe von Wegen oder der Terrasse, denn die ausströmende Kaltluft kann unangenehm sein. Eine gute Idee ist aber auf jeden Fall ein windgeschützter Platz. Ungünstige Windverhältnisse könnten sonst einen sogenannten thermischen Kurzschluss verursachen: Dabei wird die erkaltete abgegebene Luft durch den Wind zur Ansaugöffnung gedrückt und sofort wieder in die Wärmepumpe gesaugt – das führt zu einer ineffizienten Arbeitsweise und zu hohen Stromkosten. Die Ansaug- und die Ausblasöffnung der Wärmepumpe sollten im Übrigen gut zugänglich sein, um die jährlichen Wartungsarbeiten zu vereinfachen.

Anforderungen an Lärmschutz - Der Abstand der Wärmepumpe zur Grundstücksgrenze

Neben den technischen Aspekten spielen bei der Wahl der Wärmepumpe aber auch akustische Gründe eine Rolle. Auch, wenn die Wärmepumpen mittlerweile recht leise arbeiten: Eine gewisse Geräuschentwicklung ist unvermeidlich. Um Lärmbeschwerden zu vermeiden, sollten Sie die Wärmepumpe daher mit mindestens 3 Metern Abstand zum Grundstück des Nachbarn aufstellen. Aber natürlich wollen Sie selbst auch nicht durch Geräusche gestört werden; daher sollte die Wärmepumpe nicht in unmittelbarer Nähe eines Fensters – und schon gar nicht des Schlafzimmerfensters – stehen! Vorsicht ist auch geboten bei der Aufstellung in Mauernischen oder Ecken: Unter Umständen verstärkt sich der Geräuschpegel zusätzlich, ähnlich wie bei einem Echo.

Montage einer Wärmepumpe im Außenbereich

Wenn der ideale Platz (der unbedingt glatt und waagerecht sein sollte) für die Außenaufstellung der Wärmepumpe gefunden wurde, kann die Montage beginnen. Aufgrund des recht hohen Gewichts der Wärmepumpe sollte diese auf einem Betonfundament oder

-sockel stehen. Um die Wärmepumpe über isolierte Rohre mit dem Wärmespeicher im Haus zu verbinden, müssen Sie zwei Öffnungen in die Hauswand bohren: Eine für das hineinfließende warme Wasser und eine für das herausfließende kalte Wasser. Ebenfalls nötig ist ein Abfluss für das im laufenden Betrieb entstehende Kondenswasser. Wenn Sie die Lärmentwicklung weiter reduzieren wollen, dann können Sie die Wärmepumpe mit einer speziellen Schallschutzverkleidung ausstatten. Mit einer Bepflanzung rund um das Gerät können Sie diesen Effekt noch verstärken und zusätzlich die Wärmepumpe etwas „unsichtbarer“ machen. Die Ansaug- und Ausblasöffnung wird mit speziellen Filtern vor Dreck, Blättern und ähnlichem geschützt. Diese Filter müssen regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.

Es ist auch möglich, eine Wärmepumpe in einem Gartenschuppen oder einem Carport unterzubringen, wenn die Leitungswege zum Haus dadurch nicht zu lange werden. Achten Sie dabei aber unbedingt auf ausreichende Luftzufuhr, ohne die die Wärmepumpe nicht funktioniert.