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Was ist ein Boiler?

Der Begriff Boiler hat in den letzten Jahren eine Vielzahl an Bedeutungen angenommen: Ursprünglich bezeichnet das Wort Boiler im Englischen ein kleines, in der Regel fünf Liter fassendes Kochendwasser-Gerät, das geringe Wassermengen kurz vor Gebrauch mithilfe von Strom kochend heiß erhitzt. Diese Bedeutung wird heutzutage jedoch kaum noch gebraucht. Stattdessen werden umgangssprachlich herkömmliche Wandheizgeräte oftmals als Boiler oder auch als Therme bezeichnet. Zusätzlich hat es sich eingebürgert, kleine und mittlere Warmwasserspeicher Boiler zu nennen.

Boiler (Warmwasserspeicher) sind in unterschiedlichen Größen, Fassungsvermögen und Ausführungen erhältlich. Die Funktion bleibt jedoch bei allen Varianten gleich: Sie dienen der Warmwasserbereitung und können eine oder mehrere Anschlussstellen mit Warmwasser versorgen. Im Gegensatz zu einem Durchlauferhitzer, welcher ebenso der Warmwasserbereitung dient, wird bei einem Boiler das benötigte Wasser nicht erst bei Bedarf erhitzt. Stattdessen wird ein Vorrat an Wasser (Menge je nach Fassungsvermögen) in einem gedämmten Behälter zuerst mittels elektrischen Heizspiralen erhitzt und dann konstant warm gehalten. So steht jederzeit und sofort Warmwasser zur Verfügung. Mit einem Boiler müssen Sie also nicht zuerst ein paar Minuten warten bevor das Duschwasser eine angenehme Temperatur erreicht, sondern können gleich ideal temperiertes Wasser genießen. Auch Schwankungen in der Wassertemperatur werden mithilfe eines Boilers vermieden. Die Warmwasserspeicher können außerdem mit erneuerbarer Energie, wie Photovoltaikanlagen, kombiniert werden. Hierdurch werden die Stromkosten sowie die Ökobilanz verbessert.

Kleine Wasserboiler sind meistens offen und somit drucklos gebaut, während größere als druckfeste Bauweise und somit komfortabler, aber auch teurer erhältlich sind. Je nach Größe des Boilers, kann er entweder direkt im Badezimmer als Wandgerät stehend, teils auch liegend angebracht oder – bei größeren Varianten – im Heizkeller montiert werden. Wichtig zu beachten ist, dass eine durchgängige Temperatur von etwa 60 Grad im Boiler nötig ist, um Bakterien- und Legionellenbildung vorzubeugen. Außerdem müssen Boiler gewartet und je nach Wasserhärte regelmäßig entkalkt werden.

Boiler oder Durchlauferhitzer: was eignet sich am besten?

Die Frage, ob Sie sich für einen Boiler oder einen Durchlauferhitzer entscheiden sollen, hängt von der individuellen Wohnsituation ab und kann somit nicht direkt beantwortet werden. Grundsätzlich gilt aber, dass Boiler in Haushalten mit mehr als drei Personen wirtschaftlich sind, da man mit etwa 40 Liter Wasserverbrauch pro Kopf rechnet. Auch dort, wo generell viel Warmwasser gebraucht wird, ist ein Boiler die ideale Lösung. In kleineren Haushalten ist jedoch oftmals ein Durchlauferhitzer sinnvoller.

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