Was ist die Amortisationszeit bei Heizungen?

Grundsätzlich wird zwischen der finanziellen und der energetischen Amortisationszeit unterschieden:

Die finanzielle Amortisationszeit bezeichnet die Zeitspanne bis sich die Investitionskosten einer Anschaffung mit den Erträgen decken, d.h. bis dass sich die Ausgaben rentieren und man mehr Erträge einnimmt oder Kosten spart als man ursprünglich ausgegeben hat. Die finanzielle Amortisationszeit ist v.a. für die Überlegung relevant, ob Sie zu einem neuen Brennstoff wechseln wollen oder ob Sie Ihr altes, aber noch betriebsfähiges Heizgerät weiterverwenden wollen. Die Amortisationszeit ist aber auch für die Entscheidung zwischen zwei verschiedenen Brennstoffen sehr gut geeignet.

Wie berechne ich die finanzielle Amortisationszeit meines Heizgerätes?

Die Berechnung der Amortisationszeit einer Heizung erfolgt durch die folgende Formel:

(Investitionskosten [€] – Förderung [€]) / (Heizkosten vor Modernisierung [€] – Heizkosten nach Modernisierung [€])

Für die Berechnung der Amortisationszeit einer Photovoltaik-Anlage kann die folgende Formel verwendet werden:

(Investitionskosten [€] – Förderung [€]) / ((Einspeisevergütung [€/kWh] X jährlich eingespeiste Energie [kWh/a]) + (Strompreis [€/kWh] X jährlich selbstgenutzte Energie [kWh/a]))

Die Amortisationszeit von Photovoltaik-Anlagen kann durch eine Vielzahl verschiedener Faktoren beeinflusst werden. Der erwirtschaftete Ertrag ist vor allem von der Menge an eingespeister Energie abhängig, welche u.a. durch den Standort der Anlage, deren Ausrichtung und deren Verschmutzungsgrad beeinflusst wird. In der Regel kann jedoch mit Erträgen zwischen 750 und 1.100 kWh/kWp gerechnet werden. Weitere Faktoren, welche die Amortisationszeit beeinflussen, sind der Eigenverbrauch an Energie und die aktuellen Strompreise.

Die energetische Amortisationszeit betrifft ausschließlich Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energie. Solche Anlagen nutzen ausschließlich unschädliche und kostenlose Umweltenergie (z.B. Windenergie). Bei der Herstellung von solchen Anlagen entsteht jedoch ein gewisser Aufwand an Energie, welche üblicherweise graue Energie genannt wird. Die energetische Amortisationszeit bezeichnet die Zeitspanne bis dieselbe Menge an Energie, die bei der Herstellung der Anlage verbraucht wurde, von der Anlage selbst produziert wurde (Energierückzahlungszeit). Anlagen, die fossile Energieträger nützen, können nie amortisiert werden, da der Betrieb immer neue Rohstoffe verbraucht.

zurück zur Übersicht