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Alles zum Thema Wärmepumpen mit Photovoltaik kombinieren im Überblick

Wärmepumpe und Photovoltaik sind beides nachhaltige und ressourcenschonende Systeme: das eine erzeugt Wärme, das andere Strom. Kein Wunder, dass immer mehr Österreicherinnen und Österreicher sich die Frage stellen: Wie kann man beide Systeme am sinnvollsten kombinieren? Antworten auf diese – und viele andere – Fragen gibt dieser Beitrag:

Warum es sinnvoll ist, eine Wärmepumpe mit Photovoltaik zu kombinieren

Keine Frage: Die Kombination Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage ist absolut sinnvoll. Jedes System für sich steht für nachhaltige und umweltschonende Energieerzeugung – im Team ergeben sich daher erfreuliche Synergieeffekte. Denn die Wärmepumpe benötigt für ihren Betrieb elektrischen Strom – und den erzeugt die Photovoltaik-Anlage. Voraussetzung hierfür ist aber, dass der erzeugt Strom nicht eingespeist, sondern im eigenen Kreislauf bleibt. Dadurch entgehen einem zwar Einnahmen aus der Einspeisung, aber dafür muss im Idealfall für den Betrieb der Wärmepumpe kein beziehungsweise weniger Strom zugekauft werden.


Eine Frage, die in diesem Zusammenhang immer wieder gestellt wird, ist: Lässt sich die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe durch den Einsatz einer Photovoltaik-Anlage verbessern? Die Antwort lautet: Ja. Zwar ist der Strom der Photovoltaik-Anlage nicht besser oder leistungsfähiger als der eines externen Anbieters, aber da Sie keinen oder nur deutlich weniger Strom zukaufen müssen, können Sie Ihre Wärmepumpe wirtschaftlicher betreiben. Ein weiterer, wenn auch eher längerfristiger Vorteil: Je mehr Strom in den Haushalten selbst produziert wird, desto weniger Strom muss von Kraftwerken produziert werden. Und wenn die Nachfrage sinkt, sinkt auch über kurz oder lang der Strompreis.

Alle Vorteile in der Übersicht

Wenn Sie Ihr Haus mit einer Wärmepumpe heizen, die von Ihrer eigenen Photovoltaik-Anlage mit Strom versorgt wird, ergeben sich aus dieser Kombination mehre Vorteile:

  • Umwelt- und ressourcenschonendes Heizen
  • Unabhängigkeit von externen Energieversorgern
  • Verbesserte Ökobilanz Ihres Hauses
  • Planungssicherheit bezüglich der Energieversorgung
  • Zukunftsweisende Technologien im Einsatz

Funktionsweise einer Wärmepumpe mit Photovoltaik

Die Funktion der Kombination einer Wärmepumpe mit einer Photovoltaik ist schnell erklärt: Über die Solarmodule der Photovoltaik wird Sonnenlicht in Strom umgewandelt. Dieser Strom wird genutzt, um die Wärmepumpe zu betreiben, die dann wiederum aus der Umgebungswärme – aus der Luft, der Erde oder dem Grundwasser – Wärme für Heizung und Brauchwasser gewinnt.

Beachten Sie aber, dass Sie Ihre Wärmepumpe in aller Regel nicht vollständig mit Photovoltaikstrom betreiben können. Denn während der Heizsaison im Winter, wenn die Wärmepumpe am stärksten beansprucht wird, liefert die PV-Anlage nicht genug Strom.

Der Einsatz von Stromspeichern für die Wärmepumpe mit Photovoltaik

Es ist sinnvoll, noch einen Stromspeicher zwischen die PV-Anlage und die Wärmepumpe zu schalten, und zwar unabhängig vom Stromverbrauch. Die Effizienz der Kombination Wärmepumpe und Photovoltaik lässt sich so in jedem Fall erheblich steigern: Tagsüber, wenn die Sonne scheint, gewinnen Sie Strom, der dann zunächst zwischengespeichert wird. Am Abend, wenn es dann kälter wird, wird dieser Strom für den Betrieb der Wärmepumpe genutzt.

So planen Sie eine Wärmepumpe mit Photovoltaik

Wenn Sie planen, einen Neubau mit einer Wärmepumpen-Photovoltaik-Kombi auszurüsten, müssen Sie beide Systeme miteinander verbinden. Wärmepumpen besitzen dafür in der Regel eine Schnittschnelle, den „SG-Ready-Eingang“. Diese Schnittstelle kann dann von der PV-Anlage auf verschiedene Arten angesteuert werden, zum Beispiel mit einer Relais-Schaltung oder ein Smart-Meter. Die PV-Anlage sollten Sie möglichst groß dimensionieren, damit Sie genug Strom für den effizienten Betrieb der Wärmepumpe produzieren können.

Mehr über PV-Anlagen erfahren

Wärmepumpe mit Photovoltaik nachrüsten - So geht es!

Sie können aber auch ein bereits bestehendes Haus mit der Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik-Anlage nachrüsten. Dazu müssen Sie allerdings prüfen, ob Ihr Haus die nötigen Voraussetzungen für beide Komponenten benötigt. Dabei hilft Ihnen gerne Ihr Vaillant-Fachhändler, der Ihnen auch sagen kann, mit welchen Kosten Sie bei einer Nachrüstung rechnen müssen.

Typen unterschiedlicher Wärmepumpen mit Photovoltaik

Eine Photovoltaik-Anlage lässt sich mit jeder Art von Wärmepumpe – Luft-Wasser-, Sole-Wasser- oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe – sinnvoll kombinieren, denn schließlich benötigen alle Strom für den Betrieb. Da die Luft-Wasser-Wärmepumpe im Vergleich zu den anderen Varianten aber mehr Strom für die gleiche Heizungsleistung benötigt, haben Sie hier mit der Photovoltaik-Anlage den größten Spareffekt.

Kosten einer Wärmepumpe mit Photovoltaik

Die Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik ist sicher keine kleine Investition – aber eine, die sich mittelfristig aufgrund geringerer Strom- und Heizkosten bezahlt macht. Konkrete Preisangaben sind aber aufgrund der vielen Faktoren – Wärmepumpentyp, Heizleistung, Größe der PV-Anlage usw. – nicht möglich. Ihr Vaillant-Fachhändler hilft Ihnen aber gerne weiter und kann sich vor Ort bei Ihnen ein Bild machen, welches Angebot für Sie das geeignetste ist und was dabei an Kosten anfällt.

Förderungen bei der Anschaffung einer Wärmepumpe mit Photovoltaik

Um die fälligen Investitionskosten zu senken, können Sie für beide Komponenten Förderprogramme nutzen. Für Wärmepumpen stellen Bund und Bundesländer Fördermittel für den Neubau und/oder die Sanierung der Heizungsanlage mit Wärmepumpen zur Verfügung. Bei den Ländern handelt es sich dabei um Einmalzahlungen von bis zu 7.500 €, während der Bund und die Stadt Wien sich prozentual an den Kosten beteiligen.

Auch die ökologisch sinnvolle Stromgewinnung mittels Photovoltaik wird von Bund und den meisten Ländern gefördert; das gilt auch für die Speicheranlagen. Welche Förderprogramme Sie nutzen können, finden Sie über unsere Fördermittelsuche heraus.