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Einführung

Brennwerttechnik: Alle Informationen und Vorteile auf einen Blick.

Die Brennwerttechnik ist eine wichtige Heizmethode in Österreich, aber wer weiß eigentlich, was Brennwert bedeutet? Fossile Brennstoffe, wie beispielsweise Gas und Öl, werden mit dieser Technik so effizient wie nur möglich genutzt. Energie, die bei anderen fossilen Heizmethoden verloren gehen würde, wird bei der Brennwerttechnik mitverwendet. Dadurch wird der Wirkungsgrad erhöht. Das bedeutet: Sie reduzieren den Energieverbrauch und senken damit die Kosten für Ihren gesamten Haushalt!
Mutter und Tochter spielen mit Seifenblasen vor Brennwertheizung

Das spricht für Brennwerttechnik

Die Vorteile einer Brennwertheizung.

Eine mit Erdgas betriebene Brennwertheizung gewinnt durch den Brennwert rund 11% mehr Wärmeenergie als eine Heizwertheizung. Bei Heizöl sind es bis zu 8%. Brennwertheizungen arbeiten also deutlich effizienter als Heizwertheizungen.
Darüber hinaus bietet Ihnen eine Brennwertheizung weitere Vorteile:
  • Bewährte, nachhaltige Technik

    Unsere Brennwertheizungen kombinieren zuverlässig bewährte Technik mit hoher Effizienz und Leistungsstärke.

  • Spart Energie und Heizkosten

    Dank Brennwerttechnik nutzen Sie auch die Abgaswärme – so brauchen Sie weniger Brennstoff zum Heizen und sparen gleichzeitig Ressourcen und Kosten.

  • Kombinierbar mit erneuerbaren Energien

    Unsere Brennwertheizungen können Sie mit einer Wärmepumpe zu einem zukunftssicheren und energiesparenden Hybridsystem erweitern.

  • Zukunftssicher: geeignet für grüne Brennstoffe

    Unsere Brennwertgeräte sind bereit für Bio-Erdgas, Bio-Flüssiggas, Bio-Heizöl und teilweise sogar für 100% Wasserstoff.

Funktionsweise einer Brennwertheizung

Was ist eine Brennwertheizung und wie funktioniert sie?

Die Brennwerttechnik nutzt die gesamte Energie eines Brennstoffs, einschließlich der Wärme im Wasserdampf der Abgase. Bei der Verbrennung von Gas oder Öl entstehen Kohlenstoffdioxid, Wasserdampf und andere Produkte. Deshalb arbeiten Brennwertheizungen besonders effizient.

So nutzt die Brennwerttechnik zusätzliche Energie

In einer Brennwertheizung wird der heiße Wasserdampf genutzt, um die Wärmeausbeute zu erhöhen. Neben dem ersten Wärmetauscher, der direkt über der Brennerflamme sitzt, gibt es einen zweiten Wärmetauscher, der die Abgase abkühlt. Dadurch kondensiert der Wasserdampf, und die dabei entstehende Wärme wird dem Heizsystem zugeführt. Die Nutzung des Rücklaufs, der das abgekühlte Heizwasser zurück zum Kessel transportiert, unterstützt diesen Prozess, insbesondere bei Niedrigtemperaturheizungen wie den Fußbodenheizungen. Bei einer Heizung mit der älteren Heizwerttechnik entweichen diese Abgase ungenutzt.

Bereit zum Wechsel?

Lernen Sie die Anforderungen für Brennwertheizungen kennen.

  • Niedrige RücklauftemperaturDie Aufrechterhaltung einer niedrigen Rücklauftemperatur im Heizsystem ist unerlässlich, um eine Verschwendung von Wärme aus den Abgasen zu vermeiden und somit Energie zu sparen. Heizkörper oder Fußbodenheizungen mit niedrigen Rücklauftemperaturen sind optimal für Brennwertgeräte geeignet.
  • Hydraulischer AbgleichDer hydraulische Abgleich ist ein weiterer wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass jeder Heizkörper die richtige Wärmemenge erhält und die Leistung des effizienten Heizgerätes optimiert wird.
  • Anschluss an die AbwasserleitungBrennwertheizungen benötigen aufgrund der Bildung von Kondensat aus der Abwärme ebenfalls einen Abwasseranschluss oder ein Hebesystem. Größere Geräte benötigen möglicherweise ein Neutralisationssystem für das leicht saure Kondensat.
  • Nachrüstung des SchornsteinsDie Umstellung auf eine Brennwertheizung erfordert aufgrund der kühleren, feuchten Abgase, die zu Kondensationsschäden führen können, häufig Anpassungen am Schornstein. Ziehen Sie für die Nachrüstung hochdichte Keramikrohre oder kostengünstigere Optionen aus Edelstahl oder Kunststoff in Betracht.

Wie der Bruttoheizwert berechnet wird

Erweitern Sie Ihr Wissen über die Effizienzwerte von Brennwertheizungen.

Der Bruttoheizwert bezeichnet die gesamte in einem Stoff gespeicherte Energie, die bei der Verbrennung freigesetzt werden kann. Dabei wird der Brennwert auf den Nettoheizwert addiert. Denn der Nettoheizwert bezieht nur die Wärme aus der reinen Verbrennung eines Rohstoffs mit ein, wobei der Bruttoheizwert auch die Energie des kondensierten Wasserdampfs aus den entstandenen Abgasen berücksichtigt. Normalerweise liegt der Nettowert bei 100 %, aber Brennwertgeräte können diesen Wert durch die Nutzung der zusätzlich freigesetzten Energie übertreffen.

Beispielsweise hat ein mit Erdgas betriebenes Heizgerät einen Nettoheizwert von etwa 10,4 kWh pro Kubikmeter. Um den Bruttoheizwert zu ermitteln, muss die Energie aus dem Wasserdampf im Abgas berücksichtigt werden. Diese zusätzliche Energie wird zu unserem Nettoheizwert hinzugerechnet. Bei der Verbrennung von Erdgas entstehen etwa 1,6 Liter Wasser, die jeweils 0,63 kWh Wärmeenergie enthalten.

Die die Berechnung sieht wie folgt aus:
1,6 Liter Wasser x 0,63 kWh Wärmeenergie pro Liter = ca. 1 kWh/m³

Bei der Verbrennung von 1 m³ Erdgas entstehen etwa 1,6 kg Wasser.
Durch die Kondensation dieses Wasserdampfs können rund 1 kWh zusätzliche Wärme gewonnen werden.
Dadurch steigt der Energiegehalt von etwa 10,4 kWh/m³ (Heizwert) auf rund 11,4 kWh/m³ (Brennwert).
Das entspricht einer Steigerung von etwa 9–10 %.

Dank moderner Brennwerttechnik können Gasheizungen zwischen 105 % und 111 % der Energie auf Basis des Nettoheizwerts nutzen. Um eine optimale Effizienz zu erreichen, ist jedoch ein präziser hydraulischer Abgleich erforderlich, der sicherstellt, dass jeder Raum genau die Wärme erhält, die für maximalen Komfort erforderlich ist.

Vaillant Tipp:

Wenn Sie sich die Datenblätter für Brennwertheizungen ansehen, finden Sie möglicherweise Wirkungsgrade von über 100 %. Das bedeutet, dass das Heizsystem mehr Energie aus dem Rohstoff gewinnt, als dieser tatsächlich enthält. Das mag verwirrend erscheinen, lässt sich aber leicht erklären. Diese Werte basieren auf dem Nettoheizwert, der oft über 95 % liegt. Diese hohen Zahlen ergeben sich aus der Differenz zwischen dem Nettoheizwert und dem Bruttoheizwert. Der Bruttoheizwert sollte idealerweise mit 100 % gleichgesetzt werden, da er die maximale Wärmeleistung darstellt, die ein Brennwertgerät erreichen kann.

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Bezogen auf den bereinigten Wirkungsgrad sind dies ca. 86 % für einen Gas-Nicht-Brennwertkessel und ca. 96 % für einen Gas-Brennwertkessel, was einer Differenz von 10 % weniger Gasverbrauch entspricht; unter guten Anlagenbedingungen sind auch höhere Wirkungsgrade möglich.