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Einführung

Ein genauer Blick auf Heizen mit Erdgas, Flüssiggas und Öl

Entdecken Sie die verschiedenen Möglichkeiten des Heizens mit Erdgas, Flüssiggas (LPG) und Heizöl – und welchen Einfluss diese Energieträger auf Effizienz, Kosten und Nachhaltigkeit haben. Erfahren Sie, welche Unterschiede zwischen LNG und LPG bestehen, wie diese Energieträger eingesetzt werden und welche Rolle sie in modernen Heizsystemen spielen. Zusätzlich zeigen wir, wie Biogas und andere erneuerbare Gase dazu beitragen können, die Zukunft des Heizens nachhaltiger zu gestalten – auch in Österreich.
Wandhängende Vaillant Gastherme in einer Küche

Der Unterschied zwischen Erdgas, LNG und LPG

Den richtigen Brennstoff für Ihren Energiebedarf finden

Erdgas & LNG (Flüssigerdgas)

Erdgas ist ein natürlich vorkommendes, brennbares Gasgemisch, das hauptsächlich aus Methan besteht. Es wird aus unterirdischen Lagerstätten gewonnen und über ein weit verzweigtes Pipeline-Netz direkt zu Haushalten und Unternehmen transportiert.

Wird Erdgas stark abgekühlt (auf etwa –160 °C), entsteht Flüssigerdgas (LNG). In diesem Zustand reduziert sich das Volumen um das rund 600-Fache, was Lagerung und Transport besonders effizient macht. LNG wird in speziellen Tankern transportiert und kann über LNG-Terminals oder Bahn wieder in gasförmigen Zustand überführt werden.

LPG (Flüssiggas)

Flüssiggas (LPG) besteht hauptsächlich aus Propan und Butan und wird unter geringem Druck verflüssigt. Diese Eigenschaft erleichtert Transport und Lagerung erheblich.

LPG spielt eine wichtige Rolle in Regionen ohne Erdgasanschluss: Es wird per Tankwagen geliefert und in speziellen Tanks gespeichert, die ober- oder unterirdisch auf dem Grundstück installiert werden können.
Dieser vielseitige Brennstoff entsteht bei der Verarbeitung von Erdöl, Erdgas und Schiefergas und eignet sich für unterschiedliche Anwendungen – auch in sensiblen Bereichen wie Wasser- und Naturschutzgebieten.

Was sind grüne Gase?

Mit natürlichen Energieträgern die Zukunft des Heizens gestalten.

Nachdem wir die verschiedenen Arten von Gasen betrachtet haben, richten wir den Fokus nun auf grüne Gase. Diese werden aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen und bieten eine nachhaltige Alternative zu fossilen Brennstoffen.
Ein entscheidender Vorteil: Bei der Verbrennung von grünen Gasen wird nur so viel CO₂ freigesetzt, wie zuvor aus der Atmosphäre aufgenommen wurde. Dadurch sind sie nahezu klimaneutral und leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen sowie zur Erreichung der Klimaziele – auch in Österreich.
Zu den wichtigsten grünen Gasen zählen Wasserstoff, Biogas, Bio-Erdgas (Biomethan) und Bio-Flüssiggas.
Wald mit einem Wasserstoffsymbol darin

Wasserstoff – eine Schlüsseltechnologie für die Zukunft

Wasserstoff entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen Energiequelle in der Heiztechnik. Besonders relevant ist dabei die sogenannte Power-to-Gas-Technologie: Überschüssiger Strom aus Wind- und Solarenergie wird genutzt, um durch Elektrolyse Wasserstoff zu erzeugen, der anschließend gespeichert und ins Gasnetz eingespeist werden kann.
Dieser Prozess ermöglicht es, erneuerbare Energie zu speichern und flexibel nutzbar zu machen. Gleichzeitig kann Wasserstoff heute bereits teilweise dem Erdgas beigemischt werden.

Der vollständige Umstieg auf 100 % Wasserstoff hängt unter anderem von der Weiterentwicklung der Infrastruktur, politischen Rahmenbedingungen und laufenden Pilotprojekten ab. Die Europäische Union plant, den Anteil von Wasserstoff im Gasnetz in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen.

Moderne Gas-Brennwertgeräte sind bereits heute so konzipiert, dass sie für die Nutzung mit Wasserstoff vorbereitet oder geeignet sind. Damit unterstützen sie den schrittweisen Übergang zu klimafreundlichen Heizlösungen.

Die Energiewende im Bereich Heizung vorantreiben

Vorteile des Heizens mit Ökogas.

Der Einsatz von grünen Gasen in Heizgeräten wie unserem Gas-Brennwertkessel unterstützt die Energiewende. Erfahren Sie, wie diese Gase zu einem nachhaltigeren Heizungsmarkt beitragen.
  • Schrittweise Dekarbonisierung der Heizung.

    Grüne Gase ersetzen nach und nach fossile Brennstoffe in Heizsystemen, wodurch die CO₂-Emissionen erheblich reduziert und Klimaziele unterstützt werden, was zu einer saubereren Energiezukunft beiträgt.

  • Energie speichern mit flexiblen Lösungen.

    Grüne Gase speichern überschüssige erneuerbare Energie, was bei schwankender Produktion von entscheidender Bedeutung ist. Sie ermöglichen es Heizsystemen, als Energiespeicher zu fungieren, und erhöhen so die Versorgungssicherheit.

  • Nahtlose Integration in bestehende Systeme.

    Grüne Gase können in bestehende Erdgasnetze eingespeist werden, was eine nachhaltige Energiewende ohne umfangreiche neue Infrastrukturinvestitionen ermöglicht.

  • Wegweisende innovative Energietechnologien.

    Fortschritte in der Produktion von grünem Gas fördern Innovationen auf dem Heizungsmarkt. Grüne Wasserstoffkessel beispielsweise bieten effiziente, emissionsfreie Heizungslösungen.

Die Zukunft von Biogas und Wasserstoff

Die Chancen und Herausforderungen der umweltfreundlichen Gasheizung.

Das Heizen mit grünen Gasen birgt sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Grüne Gase wie Biogas (Biomethan) und Wasserstoff bieten eine erneuerbare, klimaneutrale Alternative zu fossilen Brennstoffen und reduzieren die CO₂-Emissionen erheblich, wenn sie in bestehende Systeme integriert werden. Dies unterstützt die Energiewende, aber es gibt Kritik hinsichtlich Ressourcenkonkurrenz, Effizienz und Kosten. Die Biogasproduktion konkurriert oft mit der Nahrungsmittelproduktion, während die Infrastruktur für grünen Wasserstoff noch in der Entwicklung ist. Darüber hinaus sind Wasserstoffheizsysteme weniger effizient als andere klimafreundliche Optionen wie Wärmepumpen, was sie kostspielig macht.

Trotz dieser Herausforderungen sieht die Zukunft von grünen Gasen im Heizungsbereich vielversprechend aus. Die Investitionen in die Biogas- und Biomethanproduktion werden voraussichtlich steigen, wobei bis 2040 eine deutliche Steigerung der Produktion geplant ist, die möglicherweise einen erheblichen Teil des Gasbedarfs der EU decken könnte. Um ihr Potenzial voll auszuschöpfen, sind unterstützende politische Maßnahmen und der Ausbau der Infrastruktur unerlässlich, damit grüne Gase andere erneuerbare Energiequellen wirksam ergänzen können. Kontinuierliche Investitionen und Innovationen werden entscheidend sein, um das volle Potenzial der grünen Gasheizung für eine nachhaltige Zukunft auszuschöpfen.

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