Können Sie Ihre bestehende Ölheizung auf eine Wärmepumpe umrüsten?

Ölheizungsverbot
Das Ölheizungsverbot in Österreich
Heute ist die Ölheizung in Österreich tatsächlich ein Auslaufmodell: Nur noch 600.000 Haushalte – das entspricht 16 % - heizten 2018 noch mit Öl, Tendenz weiter fallend. Das liegt daran, dass sich mit Erdgas eine andere fossile Energiequelle etabliert hat, die mehr Komfort bietet, weil das regelmäßige Befüllen des Öltanks entfällt. Wichtiger scheint es aber zu sein, dass immer mehr Vebraucherinnen und Verbraucher auf umweltfreundliche und ressourcenschonende Energiequellen setzen – wie zum Beispiel die Wärmepumpe.
Natürlich ist es in Österreich nicht verboten, eine vorhandene Ölheizung zu nutzen. Das Verbot, das in Wien und Niederösterreich seit 2019 gilt (im Rest von Österreich ab 2020), betrifft nur die Neuinstallationen von Ölheizungen.
Dafür gibt es Gründe: Zum einen ist Öl ein fossiler Brennstoff, dessen Vorräte begrenzt sind; es ist daher sicher sinnvoll, den Verbrauch zu reduzieren beziehungsweise die Unabhängigkeit von Öl anzustreben.
Zum anderen belasten die Emissionen aus der Ölverbrennung die Umwelt und beschleunigen so den Klimawandel.
Zwar sind moderne Ölheizungsanlagen wesentlich „sauberer“ als ihre Vorgänger; nichtsdestotrotz gibt es im Heizungsbereich deutlich umweltfreundlichere Alternativen. Für Sie bedeutet das: Wenn Sie also Ihr Haus noch mit Öl heizen, brauchen Sie sich zwar keine Sorgen machen, jedoch lohnt es sich sicher, über die Umrüstung Ihrer Heizung von Öl auf eine alternative Energiequelle, wie die Wärmepumpe nachzudenken. Denn damit tun Sie nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern können sogar Ihre laufenden Energiekosten signifikant senken.
Warum Sie sich für eine nachhaltige Heizung entscheiden sollten
Die Vorteile eines modernen Heizungssystems
- Umweltfreundliche Lösungen.
Ölheizungen gehören aufgrund ihrer hohen CO2-Emissionen zu den am wenigsten umweltfreundlichen Heizungssystemen. Eine Wärmepumpe hat einen deutlich geringeren CO2-Fußabdruck. Der Tausch Ihrer Ölheizung trägt dazu bei, die Umweltbelastung zu reduzieren.
- Energieeffizienz und Kosteneinsparungen.
Moderne Heizsysteme wie Wärmepumpen sind wesentlich effizienter als Ölheizungen. Dies kann zu einem deutlich geringeren Energieverbrauch führen, was sich in niedrigeren Stromrechnungen niederschlägt. Darüber hinaus verfügen neuere Systeme oft über programmierbare Thermostate und fortschrittliche Funktionen, die eine bessere Temperaturregelung ermöglichen und den Energieverbrauch weiter optimieren.
- Verbesserte Zuverlässigkeit und Komfort.
Öltanks müssen regelmäßig gewartet und nachgefüllt werden und bergen das Risiko von Leckagen und Verschüttungen, deren Reparatur kostspielig sein kann. Moderne Systeme sind wartungsärmer und arbeiten zuverlässiger. Außerdem machen sie Öllieferungen überflüssig und sorgen so für mehr Komfort beim Heizen.
- Gestiegener Immobilienwert.
Die Umrüstung auf eine Wärmepumpenanlage kann den Wert Ihres Hauses steigern. Käufer betrachten energieeffiziente und umweltfreundliche Systeme oft als wünschenswertes Merkmal. Eine neuere Heizungsanlage verringert auch die Bedenken hinsichtlich Wartungs- und Betriebskosten und macht Ihre Immobilie auf dem Markt attraktiver.


Daran müssen Sie denken
Umrüstung von Öl auf Wärmepumpe
Wenn Sie schon einen Schritt weiter sind und tatsächlich den Entschluss gefasst haben, Ihre alte Ölheizung in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken und durch eine Wärmepumpe ersetzen zu wollen, sollten Sie zunächst von einem Fachhandwerksbetrieb den Wärmebedarf Ihres Hauses ermitteln lassen. Denn Wärmepumpen eignen sich am besten bei gut isolierten Häusern mit Niedertemperaturheizkörpern oder Fußbodenheizung.
Bevor es dann tatsächlich an den Austausch der Anlage geht, müssen Sie sich ein paar Gedanken machen – zum Beispiel über den Zeitpunkt, der idealerweise außerhalb der Heizperiode liegt; oder über die Auswahl des Fachbetriebs, der Ihren alten Öltank demontiert und entsorgt und die Wärmepumpe einbaut; und welche Art von Wärmepumpe zukünftig in Ihrem Heim für behagliche Wärme sorgen soll.
Ablauf einer Umrüstung
Wie läuft der Heizungstausch ab?
Die Demontage einer Ölheizungsanlage ist eine Arbeit für Profis, die Sie unbedingt vom Installationsbetrieb Ihres Vertrauens durchführen lassen sollten. Der Ablauf der Umrüstung sieht dann im Wesentlichen so aus: Zunächst muss das verbliebene Öl aus dem Tank entfernt werden. Danach wird der Tank gesäubert demontiert; um die umweltgerechte Entsorgung des Altöls und des Tanks kümmert sich der Installationsbetrieb.
Danach kann die Wärmepumpe installiert werden. Abhängig von der Art der Wärmepumpe läuft das unterschiedlich ab: Die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe ist relativ unkompliziert, da hierfür kaum Vorarbeit nötig ist. Etwas aufwändiger wird es bei der Sole-Wasser-Wärmepumpe: Entscheiden Sie sich für ein Modell bei dem eine Erdbohrung durchgeführt werden muss, müssen Sie zunächst Löcher mit bis zu 100 Meter bohren. Hier herrscht eine relativ konstante Temperatur von um die 10° Celsius, die Sie über die Erdsonde für Ihre Heizung nutzen können. Beim einem Kollektoren-Modell müssen Sie nur etwa 1,2 - 1,5 Meter graben, dafür aber recht großflächig (Faustformel: Kollektorenfläche gleich doppelte zu beheizende Wohnfläche). Auch bei der Wasser-Wasser-Wärmepumpe müssen Sie Erdreich bewegen, um die thermische Energie des Grundwassers zu nutzen. Hierzu müssen Sie im Vorfeld Genehmigungen einholen lassen.
Wie leicht es ist, eine alte Ölheizung mit einer neuen umweltfreundlichen Wärmepumpe zu sanieren, zeigt dieses kurze Video.


Die Leistungsfähigkeit von Wärmepumpen
Die Wärmepumpe als effiziente Alternative zur Ölheizung
Die Funktionsweise einer Wärmepumpe ist prinzipiell recht simpel: Sie wandelt die thermische Energie der Luft (Luft-Wasser-Wärmepumpe, Luft-Luft-Wärmepumpe), des Erdreiches (Sole-Wasser-Wärmepumpe) oder des Grundwassers (Wasser-Wasser-Wärmepumpe) in Heizungswärme um.
Die Wärmepumpe ist ein zukunftsweisendes Heizungssystem, denn sie arbeitet nahezu emissionsfrei – und wenn Sie den Strom, den Sie zum Betrieb der Wärmepumpe benötigen, über eine Photovoltaik-Anlage gewinnen, sogar komplett ohne Emission. Wärmepumpen tragen also aktiv dazu bei, den CO2-Ausstoß zu verringern und helfen, den Klimawandel aufzuhalten.
Funktionsweise einer Wärmepumpe
Wie funktioniert eine Wärmepumpe?
Die Wärmepumpe nutzt die thermische Energie der Umwelt zum Heizen der Wohnräume – und das funktioniert so: Die Umweltwärme wird über Sonden, Wärmetauscher oder Kollektoren (je nach Art der Wärmepumpe) in ein Leitungssystem innerhalb der Wärmepumpe aufgenommen. In diesen Leitungen zirkuliert ein Kältemittel, das kälter als die aufgenommene Wärme ist. So kann die Umweltwärme das Kältemittel zum Verdampfen bringen. Der Dampf wird im sogenannte Verdichter komprimiert, wodurch sich dessen Temperatur weiter erhöht. Die Wärme des Dampfes wird zu guter Letzt an den Heizkreislauf des Hauses abgegeben.
Mit einer Wärmepumpe können Sie nicht nur heizen, sondern auch Ihre Wohnung im Sommer kühlen. Hierzu wird die Funktion der Wärmepumpe einfach umgedreht, so dass nun die Wärme der Räume aufgenommen und an die Umwelt abgegeben wird. Nähere Informationen über die Funktionsweise sowie Vor- und Nachteile einer Wärmepumpe finden Sie auf auf unserer Wärmepumpen-Wissensseite.
Verschiedene Wärmepumpenoptionen
Drei Energiequellen, eine perfekte Lösung.
Wählen Sie die perfekte Wärmepumpenlösung, die zu Ihrem Zuhause, Ihrem Budget und Ihrem Lebensstil passt. Mit drei bewährten Optionen – Luft-Wasser-, Sole-Wasser- und Wasser-Wasser-Systemen – finden Sie garantiert die ideale Lösung für Ihre spezifische Situation. Luft-Wasser-Systeme bieten die kostengünstigste Installation mit minimalen Beeinträchtigungen, da keine Aushub- oder Bohrarbeiten erforderlich sind und sie praktisch keinen Platz im Innenbereich beanspruchen. Für Häuser mit höherem Heizbedarf oder vorhandenen Heizkörpersystemen bieten Hybridlösungen mit zwei Wärmequellen optimale Leistung und Effizienz. Ihr verfügbarer Platz, der Zustand des Gebäudes, die aktuelle Heizungsanlage und Ihr Budget bestimmen den Auswahlprozess und sorgen dafür, dass Sie maximalen Wert und Komfort erhalten.
Kosten des Heizungstausches
Welche Kosten können entstehen?
- Kosten für die Entsorgung
Für die Reinigung, den Ausbau und die Entsorgung des Tanks müssen Sie zwischen 400 und 1.500 € – je nach Bauweise des Tanks – rechnen.
- Anschaffungskosten
Die Kosten für den Einbau der Wärmepumpe hängen davon ab, für welches System Sie sich entscheiden: Bei einer Luft-Wasser-Wärmepumpe müssen Sie mit ca. 10.000 bis 15.000 € für die Anschaffung und den Einbau rechnen. Sole-Wasser-Pumpen sind wegen der fälligen Grabungsarbeiten teurer, hier fallen zwischen 18.000 und 25.000 € an. Aufgrund der benötigten Arbeiten für die Brunnenanlage fallen für den Kauf und die Installation einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe etwa 25.000 € an.
- Energiekosten
Ihre jährlichen Energiekosten werden wahrscheinlich mit einer Wärmepumpe sinken, weil Sie jetzt nur noch den Strom für den Betrieb der Pumpe bezahlen müssen; außerdem bieten viele Stromversorger günstigere Tarife für den Strom zum Betrieb von Wärmepumpen an.


Förderungen
Förderung für die Umrüstung Ihrer Wärmepumpe.
Von den hohen Investitionskosten für die Umrüstung der alten Ölheizung auf eine Wärmepumpe sollten Sie sich auf keinen Fall abschrecken lassen; denn diese können Sie über Förderprogramme des Bundes und der Länder erheblich absenken.


Wärmepumpen in Altbauten
Wärmepumpen – die zuverlässige Option auch für ältere Häuser.
Haben Sie Bedenken, dass Ihr älteres Haus mit den niedrigeren Betriebstemperaturen einer Wärmepumpe nicht warm genug bleibt? Moderne Wärmepumpen sind deutlich leistungsfähiger, als Sie vielleicht vermuten, und können auch bei Minustemperaturen effizient heizen, während sie gleichzeitig Ihr gewünschtes Komfortniveau aufrechterhalten.
Der Schlüssel liegt in einer fachgerechten Systemplanung, die auf die Anforderungen Ihres Hauses abgestimmt ist. Zwar arbeiten Wärmepumpen mit niedrigeren Vorlauftemperaturen als herkömmliche Heizkessel, doch größere Heizkörper, die Nachrüstung mit Niedertemperatur-Heizkörpern oder Modelle mit Gebläseunterstützung können dies problemlos ausgleichen. Viele ältere Gebäude profitieren zudem von Hybridsystemen, bei denen die Wärmepumpe den Großteil des Heizbedarfs übernimmt und an den kältesten Tagen durch eine Reserveheizung unterstützt wird.
In ganz Europa wurden zahlreiche ältere Häuser erfolgreich auf Wärmepumpenheizungen umgestellt – vorausgesetzt, die Planung ist professionell und individuell auf das Gebäude abgestimmt. Eine fachkundige Begutachtung zeigt genau auf, welche Anpassungen notwendig sind, um das ganze Jahr über Wärme und Komfort zu gewährleisten.
Sind Sie bereit für eine nachhaltigere Heizung? Hier sind die nächsten Schritte.
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Wir vermitteln Ihnen einen Fachpartner, der Ihnen hilft, die optimale Heizung für Ihr Haus zu finden. Der Fachbetrieb berechnet, wie viel Leistung die Heizung für Raumwärme und Warmwasserbereitung in Ihrem Haus bereitstellen muss. Anhand Ihrer individuellen Wünsche und des zur Verfügung stehenden Budgets wird ermittelt, welches Heizungssystem perfekt zu Ihnen passt.
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Informieren Sie sich über Fördermöglichkeiten.
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Ihr Fachhandwerker führt die Installation vor Ort durch und kümmert sich um die vorschriftsgemäße Entsorgung Ihres alten Öltanks.
Finden Sie den idealen Installateurbetrieb für Ihre neue Heizung.
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Der Widerruf ist schriftlich zu richten an
Vaillant Group Austria GmbH
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1100 Wien
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