Alles, was Sie über Wasser-Wärmepumpen wissen müssen.

Das ganze Jahr über nachhaltige, kosten- und ressourcenschonende Wärme, Warmwasser und sogar Kühlung aus kostenloser Umweltenergiegewinnen: Genau das leisten unsere Wasser-Wärmepumpen wie kein anderer Wärmepumpentyp. Dank der im Vergleich zu Erde und Luft weitaus konstanteren Temperatur des Grundwassers ist der Betrieb einer Wasser-Wärmepumpe die effizienteste aller Arten.
Vorteile von Wasser-Wärmepumpen
Wasser-Wasser-Wärmepumpen: Vorteile und Nachteile auf einen Blick.
- Unabhängigkeit und Nachhaltigkeit.
Ihr Haus wird auf umweltfreundliche Weise mit Wärmeenergie aus dem Grundwasser beheizt.
- Minimale Betriebskosten.
Wasser-Wasser-Wärmepumpen haben niedrige Betriebs- und Wartungskosten.
- Drei in einem.
Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe sorgt für Heizung, Kühlung und Warmwasser.
- Geringer Platzbedarf.
Wasser-Wasser-Wärmepumpen benötigen nur wenig Platz in Ihrem Zuhause.
Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile
| Vorteile einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe | Nachteile einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe |
|---|---|
| geringer Platzbedarf | aufwendige Installation durch zwei Brunnenbohrungen |
| hohe staatliche Förderungen | vergleichsweise hohe Anschaffungskosten |
| genaue Anpassung an Anforderungen möglich | gesetzliche Vorgaben müssen erfüllt werden |
| Heiz- und Kühlfunktion | Informationspflicht bei baulichen Veränderungen der Anlage |
| geeignet für monovalenten Betrieb (unabhängig vom Engergieversorger) | nur bei ausreichend geeignetem Grundwasser zu betreiben |
| nutzt Umweltenergie | Strombedarf von Brunnenpumpen und Verdichter |
| minimale Betriebskosten | bei unklarer Grundwassersituation kostenintensive Probebohrung nötig |
| hoher Wirkungsgrad | Feuchtigkeitsbildung bei zu starker Kühlung möglich |
| wartungsfreier Betrieb | Verschmutzungs- und Versandungsgefahr der Brunnen |
| flüsterleise Betriebsgeräusche |
Welche Probleme können bei einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe auftreten?
Im Vergleich zu anderen Wärmepumpen hat die Wasser-Wärmepumpe aufgrund der aufwendigen Planung vergleichsweise hohe Anschaffungskosten. Die Installation über zwei Bohrlöcher ist zeitaufwendig. Aber sobald die Investition getätigt ist, profitieren Sie viele Jahre lang von den Vorteilen.
Ein weiteres mögliches Problem ist das Überlaufen des Schluckbrunnens. Ist dieser zu klein, stark verschmutzt oder versandet, fällt die Grundwasserwärmepumpe aus und der Brunnen muss gereinigt werden.
Das Funktionsprinzip einer Wasser-Wärmepumpe
Wie funktionieren Wasser-Wärmepumpen?
Die Funktionsweise der Wasser-Wärmepumpe ist so einfach wie genial und macht sie im Vergleich zu anderen Wärmepumpen zur effektivsten Anlage mit den höchsten Jahresarbeitszahlen (JAZ). Das spricht für die Effizienz und Qualität der Wasser-Wärmepumpe.
Bei dieser Art der Wärmepumpe wird die thermische Energie des Grundwassers zum Heizen und für die Warmwasserbereitung genutzt. Die Grundwassertemperatur liegt hierzulande zwischen acht und zwölf Grad Celsius. Die Wasser-Wärmepumpe startet damit auf einem höheren Temperaturniveau als andere Wärmepumpen. Jeder Grad höhere Vorlauftemperatur erhöht die Betriebskosten um rund 2,5 Prozent.
Mehr über die generelle Funktionsweise einer Wärmepumpe erfahren.

Aus dem Saugbrunnen wird das Grundwasser mit einer Pumpe zu einem Verdampfer innerhalb der Wärmepumpe gefördert. Dort überträgt der Verdampfer die Wärme des Grundwassers auf ein flüssiges Kältemittel, das dadurch verdampft. Der entstehende Dampf wird anschließend komprimiert, wodurch seine Temperatur weiter ansteigt, bis er vollständig gasförmig ist. Die im Dampf enthaltene Wärme wird in einem Wärmetauscher an das Heizsystem abgegeben. Diese Wärme wird entweder direkt an Heizkörper, Fußbodenheizungen und die Warmwasserbereitung weitergeleitet oder in einen Pufferspeicher eingespeist, der das Heizsystem versorgt.
Das Wasser, aus dem Wärme entzogen wurde, wird anschließend in den Abflussbrunnen geleitet. Das Kältemittel gibt die Wärme an das Heizsystem ab und verflüssigt sich wieder. Anschließend gelangt es zum Expansionsventil, das den Druck im Inneren der Wärmepumpeneinheit reguliert. Am Expansionsventil kühlt das Kältemittel ab, bis es wieder Grundwasserwärme aufnehmen kann, und schließt so den Versorgungskreislauf.
Arten von Wasser-Wärmepumpen
Geschlossenes oder offenes System: Kennen Sie den Unterschied.
- Geschlossener Regelkreis
- Offener Regelkreis
Die optimale Voraussetzung für eine geschlossene Wasser-Wärmepumpe ist ein Grundstück mit ausreichend Wasser in der Nähe. Bei diesem System werden die erforderlichen Rohre unterirdisch und im Wasser verlegt. Der Vorteil: Aufgrund der einfachen Installation ist diese Variante kostengünstiger als das offene System.
Eignungsprüfung
Ist eine Wasser-Wärmepumpe für mein Haus geeignet?
- WasserqualitätZunächst muss geklärt werden, wie die vorhandene Wasserqualität ist – darüber kann Ihnen die Wasserbehörde oder ein Geologe Auskunft geben.
- GrundwasserquelleDie Grundwasserquelle sollte sich in einer maximalen Tiefe von 15 Metern befinden, um die Baukosten und den Stromverbrauch der Brunnenpumpe zu senken.
- Offizielle GenehmigungenDie zuständige Behörde muss eine Genehmigung erteilen. Bevor mit dem Bau begonnen werden kann, müssen die genehmigten Antragsunterlagen eingereicht werden. Dies kann mindestens einen Monat dauern.
- Individuelle FaktorenBei individuellen Fragen wenden Sie sich einfach an einen Vaillant Fachhändler für Heizungsanlagen, der Sie über alle erforderlichen Unterlagen und weiteren Faktoren informiert.
Kosten & finanzielle Unterstützung
Kosten und Förderungen einer Wasser-Wärmepumpe.
- Investitionskosten
- Förderungen
Die Betriebs- und Unterhaltskosten sind so niedrig, dass Wasser-Wärmepumpen im Vergleich zu anderen Heizungen zu den günstigsten am Markt gehören.
Die Kosten der Anschaffung und Erschließung einer Wasser-Wärmepumpe liegen inkl. Kaufpreis und Bohrung(en), bei einer durchschnittlichen Bohrtiefe, in der Regel zwischen 25.000 und 40.000 Euro. Das klingt im ersten Moment abschreckend, doch durch Förderungen und nach einigen Jahren Betriebsdauer mit minimalen Betriebskosten amortisieren sich die Mehrinvestitionen in der Regel spätestens nach 10 Jahren.
Die staatliche Genehmigung und Anzeige ist in der Regel (je nach Land und Wohnort) nicht kostenpflichtig oder schlägt kaum zu Buche. Das oftmals geforderte private Gutachten eines Sachverständigen für Wasserwirtschaft kostet jedoch in der Regel 400 bis 800 Euro. Auch die Untersuchung der Bohrergebnisse durch den geologischen Dienst ist kostenpflichtig.
Die Betriebskosten einer Wasser-Wärmepumpe sind neben der Umweltfreundlichkeit ein Hauptargument, warum sich immer mehr Bauträgerinnen und -träger für diese Wärmepumpe entscheiden. Sie ist wartungsfrei und benötigt nur für den Betrieb der Brunnenpumpe und des Verdichters Strom.
Man rechnet: Heizleistung / JAZ * Betriebsdauer * Strompreis = Jahresstromkosten.
Mit angenommenen 5 kW Heizleistung, einer JAZ von 4,5, 10.000 kWh und einem durchschnittlichen Wärmepumpen-Sonderstrompreis von 8 Cent pro kWh kommen Sie gerade einmal auf 888,89 Euro Betriebsstromkosten pro Jahr. Das ist erheblich niedriger als die Betriebskosten aller anderen Heizungsarten inklusive der anderen Wärmepumpenarten. Für den Sonderstromtarif benötigen Sie allerdings einen Extra- Stromzähler.
Erste Schritte & Vorbereitungen
Planung Ihrer Wasser-Wärmepumpe.
- Kennen Sie den Bereich, in dem Sie bohren möchten.Sie müssen sicherstellen, dass Sie nicht in einem Wasserschutzgebiet wohnen, in dem der Betrieb einer Wasserwärmepumpe generell verboten ist.
- Eine Genehmigung für Bohrungen einholenDie Bohrtiefe sollte idealerweise bei etwa 15 Metern oder weniger liegen und ist entscheidend für die Effizienz der Wärmepumpe. Der Bau von Brunnen mit geringerer Tiefe ist zudem wesentlich kostengünstiger. Der ideale Durchmesser für den Brunnen richtet sich nach der Wassermenge, die kontinuierlich verfügbar sein muss, um eine ausreichende Versorgung Ihres Hauses zu gewährleisten.
- Eine Probebohrung durchführenDie erste ist eine Testbohrung zur Analyse der Konzentration von Sauerstoff und Feststoffen wie Mangan und Eisen im Grundwasser – sind die Ergebnisse zu hoch, können die Stoffe im Grundwasser zu einer Beschädigung der Wärmepumpe führen.
- Finden Sie den perfekten Standort für Ihre WärmepumpeIhre Wasserwärmepumpe sollte idealerweise im Hauswirtschaftsraum Ihres Hauses installiert werden. Dies ist auch eine sehr platzsparende Lösung, da die Wärmepumpe nicht mehr Platz benötigt als ein normaler Kühlschrank.
Zusätzlicher Vorteil von Wasser-Wärmepumpen
Kühlung mit einer Wasser-Wärmepumpe.
Ein weiterer großer Vorteil von Wasser-Wärmepumpen ist ihre Fähigkeit, während heißer Sommermonate für eine angenehme Raumkühlung zu sorgen.
Um dies zu erreichen, wird der Kühlkreislauf einfach umgekehrt – das bedeutet, dass die Wärme im Inneren des Gebäudes über einen zusätzlichen Wärmetauscher direkt an das Grundwasser abgegeben wird.
Da diese Art der passiven Kühlung ohne den Kompressor der Wärmepumpe auskommt, benötigt sie auch kaum Strom. Das macht sie zu einer äußerst kosteneffizienten Methode der Wärmepumpenkühlung, schränkt jedoch auch ihre Kühlleistung ein.
Kosten und Preise einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe
Die staatliche Genehmigung und Anzeige ist in der Regel (je nach Land und Wohnort) nicht kostenpflichtig oder schlägt kaum zu Buche. Das oftmals geforderte private Gutachten eines Sachverständigen für Wasserwirtschaft kostet jedoch in der Regel 400 bis 800 Euro. Auch die Untersuchung der Bohrergebnisse durch den geologischen Dienst ist kostenpflichtig.
Die Betriebskosten einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe sind neben der Umweltfreundlichkeit ein Hauptargument, warum sich immer mehr Bauträgerinnen und -träger für diese Wärmepumpe entscheiden. Sie ist wartungsfrei und benötigt nur für den Betrieb der Brunnenpumpe und des Verdichters Strom.
Man rechnet: Heizleistung / JAZ * Betriebsdauer * Strompreis = Jahresstromkosten.
Mit angenommenen 5 kW Heizleistung, einer JAZ von 4,5, 10.000 kWh und einem durchschnittlichen Wärmepumpen-Sonderstrompreis von 8 Cent pro kWh kommen Sie gerade einmal auf 888,89 Euro Betriebsstromkosten pro Jahr. Das ist erheblich niedriger als die Betriebskosten aller anderen Heizungsarten inklusive der anderen Wärmepumpenarten. Für den Sonderstromtarif benötigen Sie allerdings einen Extra- Stromzähler.



