So stellen Sie die Vorlauftemperatur Ihrer Heizung ein.

Die Vorlauftemperatur ist ein wichtiger Bestandteil Ihres Heizungssystems: Es handelt sich dabei um die Temperatur, mit der das Wasser durch Ihr Heizungssystem zirkuliert und die notwendige Wärme an Heizkörper und Fußbodenheizungen abgibt. Sie ist wie der Dirigent eines Orchesters, der dafür sorgt, dass jeder Raum die perfekte Temperatur erreicht.
Das Verständnis und die Steuerung der Vorlauftemperatur können Ihre Heizleistung erheblich verbessern und den Energieverbrauch und die Kosten senken. Es geht nicht nur um Wärme, sondern um intelligentes, nachhaltiges Wohnen.
Vorlauf- und Rücklauftemperatur
Was ist die Vorlauftemperatur?
Und wie hängt das mit der Rücklauftemperatur zusammen?
Zwei Faktoren sind entscheidend für ein zuverlässiges und perfekt abgestimmtes Heizsystem: die Vorlauftemperatur und die Rücklauftemperatur. Bei korrekt eingestellten Heizsystemen ist die Vorlauftemperatur immer höher als die Rücklauftemperatur.
- Vorlauftemperatur
- Rücklauftemperatur
Die Vorlauftemperatur bezieht sich auf die Temperatur des Heizungswassers oder der Flüssigkeit, die im Heizungssystem erwärmt wurde. Dieses heiße Wasser verlässt die Wärmequelle mit einer festgelegten Temperatur und zirkuliert durch Wärmeabgeber wie Fußbodenheizungen oder Heizkörper, um Räume auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen.
Im Allgemeinen gilt: Je höher die Vorlauftemperatur, desto mehr Energie wird benötigt.
Wärmepumpen arbeiten besonders effizient bei niedrigen Vorlauftemperaturen von etwa 35–40 °C. Dies passt am besten zu gut gedämmten Häusern mit Fußbodenheizung.
In älteren, weniger isolierten Gebäuden mit Gasheizkesseln und vergleichsweise kleinen Heizkörpern sind oft mittlere bis hohe Vorlauftemperaturen zwischen 55 und 75 °C erforderlich, um den Raum zu beheizen. Dies ist natürlich wesentlich weniger effizient, da mehr Energie zum Erhitzen des Heizungswassers benötigt wird.
Vaillant Tipp: Wählen Sie lieber eine niedrigere Vorlauftemperatur.
Wenn die Vorlauftemperatur zu hoch eingestellt ist, verhindern die Thermostate eine automatische Überhitzung der Räume, da sie als Begrenzung fungieren. Dadurch steigen die Betriebskosten unnötig an.
So stellen Sie die Vorlauftemperatur ein
Fünf Schritte zu Ihrer idealen Vorlauftemperatur.
Es gibt zwei Möglichkeiten, die Heizkurve zu ändern. Als Hausbesitzer mit einem Vaillant Heizsystem können Sie die Vorlauftemperatur mit der myVaillant App selbst optimieren. Dieser Vorgang erfordert etwas Aufwand über mehrere Tage hinweg, in denen Sie die Änderungen dokumentieren, bis Sie die perfekte Balance der Heizkurve erreicht haben.
Alternativ kann Ihr Installateur oder ein Vaillant Servicepartner Änderungen an der Systemsteuerung Ihrer Heizung vornehmen.
- Schritt 1: Verstehen Sie die Grundlagen.Erfahren Sie mehr über die Heizkurve
Zunächst einmal ist es sehr hilfreich, die Heizkurve zu verstehen. Die Heizkurve steuert die Vorlauftemperatur auf Grundlage der Außentemperatur und sorgt so für einen reibungslosen Betrieb Ihrer Heizungsanlage. Streben Sie eine relativ flache Kurve an, um eine angenehme Temperatur in Ihrem Zuhause zu gewährleisten. Dazu kann eine gewisse Kalibrierung erforderlich sein, um ein optimales Gleichgewicht zu erreichen.
- Schritt 2: Vorbereiten und dokumentieren.
Zu Beginn: Notieren Sie sich die Werte Ihrer Heizkurve, wie z. B. die Anfangseinstellungen, den Durchfluss und die aktuellen Außentemperaturen. Halten Sie Ihre Thermostate konstant, um genaue Ergebnisse zu erzielen.
Warten Sie auf stabile Temperaturen unter fünf Grad Celsius, um Veränderungen deutlich zu erkennen. Konzentrieren Sie sich auf die Temperatur in einem Raum Ihres Hauses, der normalerweise am kältesten ist. Dies sollte der Maßstab für die Einstellung der Kurve sein.
- Schritt 3: Nehmen Sie erste Anpassungen vor.
Beginnen Sie mit kleinen Änderungen an der Heizkurve. Bei Fußbodenheizungen ist die Heizkurve niedriger als bei Heizkörpern. Beginnen Sie daher mit einer Steigung von 0,3 für Fußbodenheizungen und 1,0-1,3 für Heizkörper. Energieeffiziente Häuser benötigen eine flachere Kurve, ältere Häuser benötigen möglicherweise eine steilere Kurve, um warm zu bleiben.
- Schritt 4: Feinabstimmung der Einstellungen.
Passen Sie die Einstellungen so lange an, bis Sie die optimale Konfiguration gefunden haben. Solange die gewünschte Raumtemperatur weiterhin erreicht wird (bei konstanten Thermostateinstellungen), können Sie die Kurve weiter optimieren, um die Effizienz zu verbessern. Beobachten Sie, wie sich die Raumtemperatur verändert, je niedriger Sie die Heizkurve einstellen.
- Schritt 5: Betriebs- und Rücksetzzeiten planen (für Gasheizungsanlagen).Professionelle Unterstützung erhalten
Bei Gasheizungen können Sie mehr sparen, indem Sie Zeiten festlegen, zu denen die Heizung mit geringerer Leistung läuft, beispielsweise nachts oder wenn das Haus leer ist. Wenn Sie sich hinsichtlich der optimalen Einstellungen unsicher sind, wenden Sie sich an einen Fachmann, um eine individuelle Beratung zu erhalten.


Warum eine gute Isolierung wichtig ist.
Neben dem Heizsystem ist auch die Qualität der Dämmung entscheidend für die Vorlauftemperatur: Gut gedämmte Gebäude benötigen weniger Wärme für die gewünschte Temperatur, sodass die Vorlauftemperatur niedriger sein kann. Bei Heizkörpern oder Konvektoren ist außerdem zu beachten, dass sie für einen effektiven Betrieb eine Mindesttemperatur benötigen, da die Wärmestrahlung und die Luftkonvektion mit der Temperatur des Heizkörpers zunehmen.
Die Heizkurve berücksichtigt dies ebenfalls.
Wie man die Heizung richtig einstellt
Vier Tipps, damit Sie Ihre Heizung optimal nutzen können.
- Vorlauftemperatur einstellen
- Entlüftung von Heizkörpern
- Thermostate richtig einstellen
- Nachtabschaltung

Vorlauftemperatur einstellen
Die Vorlauftemperatur hängt stark von der Heizkurve ab. Die Heizkurve veranschaulicht die Abhängigkeit der Vorlauftemperatur von der Außentemperatur. In modernen Heizungsanlagen wird diese Einstellung von Ihrem Heizungsinstallateur oder über eine witterungsgeführte Regelung vorgenommen. Änderungen der Heizkurve sind nur bei extremen Wetterbedingungen erforderlich.
Bedeutung des hydraulischen Abgleichs
Das Wesentliche für gleichmäßige Wärme in Ihrem Zuhause.
Bevor Sie die Heizkurve anpassen, ist es wichtig, Ihre Heizung hydraulisch abzugleichen. Heizungssysteme haben mehrere Verbraucher mit unterschiedlichem Wasserbedarf und unterschiedlichen Widerständen. Ohne einen angemessenen Ausgleich kann dies zu einer ungleichmäßigen Beheizung und einem erhöhten Energieverbrauch führen.
Der hydraulische Abgleich gleicht diese Widerstände aus und stellt sicher, dass jeder Verbraucher die richtige Wassermenge erhält. Stellen Sie sich einen Brunnen mit mehreren Ausläufen vor, die an eine Pumpe angeschlossen sind. Er funktioniert nur dann effizient, wenn der Wasserbedarf ausgeglichen ist, sodass alle Ausläufe ordnungsgemäß fließen können.
Wie gesetzlich vorgeschrieben, empfehlen wir Ihnen, Ihre Heizung ausbalancieren zu lassen, was eine einmalige Ausgabe darstellt.


Optimale Heizleistung mit niedriger Vorlauftemperatur und Wärmepumpen.
Eine niedrige Vorlauftemperatur und Wärmepumpen – sie gehören einfach zusammen. Denn gerade Wärmepumpen profitieren von einer niedrigeren Vorlauftemperatur, da sich das Verhältnis von Umweltenergie zu Strom verbessert. Um auch bei einer niedrigeren Vorlauftemperatur optimalen Heizkomfort zu genießen, benötigen Sie Wärmeverteiler mit einer großen Oberfläche. Deshalb eignen sich Fußbodenheizungssysteme besonders gut, um angenehme Temperaturen zu halten und gleichzeitig Energiekosten zu sparen.





