Was ist Geothermie?
Geothermie ist thermische Energie, die im zugänglichen Teil der Erdkruste gespeichert ist. Es handelt sich um eine emissionsfreie, regenerative Energiequelle, die an jedem Standort ganzjährig verfügbar ist. Nachdem das Heizen mit Geothermie eine nachhaltige Lösung ist, wird sie vom Staat großzügig gefördert.
Man unterscheidet zwischen direkter und indirekter Nutzung von Erdwärme. Während Erdwärmepumpen zum Heizen, Kühlen und zur Warmwasserbereitung eingesetzt werden und die oberflächennahe Wärme der Erde direkt zur Verdampfung ihres Kältemittels und damit zur Auslösung des Wärmepumpenprozesses nutzen, wird bei der indirekten Nutzung die Wärme der Erde in einem Geothermiekraftwerk genutzt und in Strom umgewandelt. Bei der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird die Erdwärme gleichzeitig in Strom umgewandelt und zum Heizen genutzt.
Geothermische Wärmepumpen (Sole-Wasser-Wärmepumpen), die für Heizungsanlagen in Privathaushalten konzipiert sind, nutzen in der Regel Erdwärmesonden, für die eine Genehmigung erforderlich ist, oder platzintensive Erdwärmekollektoren, um Erdwärme zu nutzen. Weniger energieeffiziente Erdwärmetauscherkörbe und Erdwärmegräben werden seltener eingesetzt.