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Was sind Förderschnecken?

Mechanische Förderschnecken sind Förderanlagen für Schüttgüter: Im Falle von Heizanlagen transportieren Förderschnecken den Brennstoff, zumeist Holzpellets, vom Lagerplatz direkt zum Heizkessel. Anders als pneumatische Saugsysteme, welche die Alternative darstellen, sind die leiseren und günstigeren Förderschnecken auf kürzere Distanzen, bis zu 30 Grad Höhenunterschiede und möglichst wenig Biegungen ausgelegt.

Aufbau und Funktion von mechanischen Förderschnecken (Schneckenförderern)

Das gesamte System der Schüttgutbeförderung wird Schneckenförderer genannt. Dieser besteht aus einem Schneckentrog oder Förderrohr, einer Förderschnecke mit Schneckengewinde und Schneckenwelle, einer Antriebseinheit (Motor) sowie einem Ein- und Auslauf. Die Förderschnecke liegt hierbei entweder im U-förmigen Schneckentrog oder im Förderrohr und sollte möglichst eng umschlossen sein, damit das Fördergut nicht ausweichen kann und die nötige Reibung entsteht. Förderrohre sind im Gegensatz zu Schneckentrögen vollständig geschlossen und können somit innen weder gereinigt noch inspiziert werden. Förderschnecken erinnern vom Aufbau her an Schrauben oder langgezogene Spiralen und transportieren das Schüttgut mittels ihrer ständig rotierenden Schneckenwelle vom Schneckentrog, in dem das Gut lagert, zur gewünschten Stelle. Damit das Schüttgut automatisch nachrutscht, muss der Trog einen abgeschrägten Boden besitzen. Während des Transports können verschiedene Verarbeitungsschritte, wie mischen, entwässern, kühlen oder erhitzen, durchgeführt werden.

Die Beförderung des Schüttgutes wird durch nach außen drückende Kräfte (Fliehkraft) sowie Reibung ermöglicht: das Fördergut wird dank der Schwer- sowie Fliehkraft gegen die Rohrwände des Schneckenförderers gedrückt und wird durch die entstehende Reibung kontinuierlich weitertransportiert. Ist die Reibung zu gering, dreht sich das Fördergut mit der Förderschnecke und verbleibt somit an Ort und Stelle. Ursachen für eine zu geringe Reibung sind eine zu große Füllmenge sowie eine zu geringe Drehzahl der Förderschnecken, da diese die Fliehkraft bedingen. Grundsätzlich wird eine Drehzahl von mindestens 250 bis 400 Umdrehungen pro Minute empfohlen, um einen reibungslosen Betrieb zu ermöglichen. Die Beförderung von Schüttgut mittels Förderschnecken kann sowohl horizontal als auch vertikale erfolgen. Auch ein leicht steigender (schräger) Förderbetrieb ist möglich. Längere Förderstrecken werden üblicherweise mehrstufig mit einigen Zwischenlagern aufgebaut.

Förderschnecken können eine Vielzahl an verschiedenen Stoffen, wie Flüssigkeiten, Pulver oder Granulate, transportieren. Beispiele sind die Beförderung von Getreide in Silos oder der Transport von Pellets und Hackschnitzeln in Heizanlagen. Als erneuerbare Energie werden Pelletheizungen mit einer Förderschnecke staatlich gefördert. Der sehr geringe Stromverbrauch der Förderschnecken kann in der Regel vollständig durch die Kombination mit einer ebenfalls staatlich geförderten Photovoltaikanlage abgedeckt werden.

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